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„Qualitätsoffensive Bioabfall“ zeigt Wirkung

Landkreis Kassel (hak) - Die von der Abfallentsorgung Kreis Kassel im Frühjahr gestartete Kampagne „Qualitätsoffensive Bioabfall“ zeigt positive Wirkung.
Bei den 15.000 Sichtkontrollen fielen 310 Biotonnen mit derart hohen Störstoffgehalten auf, dass sie nicht geleert werden konnten.

Nachdem die Grundstückseigentümer auf die „Fehlbefüllung“ schriftlich hingewiesen worden waren, konnten von diesen Biotonnen nach einer zweiten Kontrolle schon 270 wieder geleert werden und bei der dritten Kontrolle von diesen wiederum sogar 266. „Diese positive Entwicklung zeigt, dass das Ziel der Qualitätsoffensive, unter den 70.000 Biotonnen im Kreisgebiet die falsch befüllten Biotonnen ausfindig zu machen und deren Nutzer zu einem besseren Trennverhalten anzuleiten, erreichbar ist“, freut sich Betriebsleiter Uwe Pietsch über die positive Entwicklung. „Wiederkehrende Kontrollen der Biotonnen auf Störstoffe sind bei uns zum festen Bestandteil im täglichen Abfuhrbetrieb geworden.“
Zusätzlich wurden im Rahmen der Sichtkontrollen 700 Biotonnennutzer mit einer Gelben Karte an der Biotonne über die richtige Sortierung informiert. Dies geschah, wenn die Bioabfälle im Haushalt zwar gut sortiert worden waren, aber dann aus einem Hygienebedürfnis oder Bequemlichkeit heraus in Plastiktüten oder mit Plastikverpackungen in die Biotonnen gegeben wurden.
Neben den Sichtkontrollen führt die Abfallentsorgung seit Juli auch automatische Störstofferkennungen durch. Hierbei werden Störstoffe durch ein elektronisches Detektionssystem am Sammelfahrzeug in geschlossenen Tonnen erkannt. Biotonnen, die die elektronische Störstofferkennung beanstandet, werden registriert und ein Warnsignal weist auf die falsche Befüllung hin. Bei den ersten 29 Sammelfahrten mit Detektionssystem wurden 440 von 19.457 Leerungen vom elektronischen Detektionssystem beanstandet, die Biotonnen aber dennoch geleert. Damit sich die falsche Befüllung aber zukünftig nicht wiederholt, wurden auch diese Biotonnennutzer mit einer Gelben Karte an der Biotonne über die richtige Sortierung informiert.
Enthält eine Biotonne überwiegend Störstoffe, wird die Biotonne nicht geleert und eine Rote Karte angebracht. Die Rote Karte weist darauf hin, dass eine Nachsortierung oder eine kostenpflichtige Leerung der störstoffbelasteten Biotonne bei der Restabfalltour nötig ist.
Häufige Störstoffe sind normale, nicht kompostierbare Plastiktüten, in denen sich Bioabfälle befinden. Als Alternative zur normalen Plastiktüte bietet die Abfallentsorgung kompostierbare Biobeutel über die Städte und Gemeinden und die Standorte der Abfallentsorgung Kreis Kassel zu einem sehr günstigen Preis an. Auch Papiertüten oder Zeitungspapier können zur Sammlung der Bioabfälle genutzt werden.
Die getrennte Sammlung der Bioabfälle dient in mehrfacher Hinsicht dem Klimaschutz: Der aus den Bioabfällen gewonnene Kompost ersetzt aus Erdöl hergestellten Kunstdünger und Torf und das aus den Bioabfällen gewonnene Biogas ersetzt fossile Energieträger. Darum auch der Apell mit der neuen Fahrzeugbeschriftung „Bioabfall sauber sortiert! Machen Sie mit!“
Für Fragen steht die Abfallentsorgung Kreis Kassel unter Tel. 0561/1003-1133 zur Verfügung.

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