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Annette Maria Vollmer stellt aus

„Vorsicht Glas“ im Carolinum

Von Barbara Siebrecht
Bad Karlshafen – Der Einmachkeller ihrer Mutter inspirierte die Dortmunder Künstlerin Annette Maria Vollmer zu den Werken ihrer Ausstellung „Vorsicht Glas“, die bis zum 1. Mai im Speisesaal und Café des Carolinums zu sehen ist.

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Annette Maria Vollmer ließ sich von konserviertem Wasser inspirieren.

© Foto: Siebrecht

Die Grundlage für ihre Arbeiten fand die Künstlerin bei der Auflösung des Haushalts ihrer verstorbenen Mutter, einer gebürtigen Borgentreicherin, im Einmachkeller. "Sie hatte in den 80er Jahren ihre langjährige Ära des Obst- und Gemüse-Einkochens beendet und einer beachtlichen Anzahl ihrer nun scheinbar nutzlosen Einkochgläser eine neue Zukunft eröffnet“, erzählte die Künstlerin, „sie kochte Trinkwasser als Notvorrat ein.“ Die Einkochgläser mit ihren durchscheinenden Material und Inhalt verlockten die Dortmunderin, zunächst zum Fotografieren. Fasziniert von Spiegelungen und Verzerrungen entstanden etwa 50 Werke in verschiedenen Techniken. Die meisten Werke, die im Carolinum zu sehen sind, sind Graphit-Zeichnungen aber auch Fotographien Acrylmalerei oder Öl-Pastel-Arbeiten sind ausgestellt. Die Darstellungen reichen von naturalistischem bis zum abstrakten Stil und nehmen immer die Farbe Rot vom Dichtgummi als Kontrast mit auf.

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Pastellkreide auf dicker Pappe

© Foto: Siebrecht


Einige Einkochgläser mit Wasser wurden mit Bemalungen oder Ergänzungen von Gedichten zum Themenfeld „Wasser und Leben“ selbst zu Kunstwerken, die Vollmer auf der ersten Ausstellung der Werksammlung „Vorsicht Glas“ in Frühjahr 2018 in der Ökologiestation des Kreises Unna verkaufte. Die Einnahmen von über 1000 Euro spendete sie an ein Brunnenbauprojekt. Wer sich beim Betrachten der Bilder an eigene Erlebnisse mit Einkochgläsern erinnert, kann der Künstlerin gerne seine Geschichte hinterlassen. Dazu hinterlegte Annette Vollmer eigens Block, Stift und Sammelglas auf einem Stehtisch. Vielleicht wird eine der Geschichten eine Anregung für neue Werke der Dortmunderin.

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Einkochgläser-Kunstwerke

© Foto: Siebrecht


Annette Vollmer zeigt schon zum zweiten Mal ihre Werke im Carolinum. Ihre erste Einzelausstellung „Aus der Natur“ wanderte von der Villa Grimaldi in Dortmund im Jahr 2017 ins Carolium. Der Kontakt zur Hausdame Kathrin Budzinski war beim Bildermarkt am Hafenbecken entstanden. Seit 2003 macht die Künstlerin häufig Camping-Urlaub in Bad Karlshafen und genießt die Angebote der Wesertherme, wandert oder fährt Rad. Im Sommer 2018 gehörte Annette Maria Vollmer zu den 12 Finalisten des Herimanpreises, der in Helmarshausen vergeben wurde (wir berichteten). Ihr im Wettbewerb ausgezeichnetes Werk, einen Reisealtar, spendete sie dem Heimatmuseum Helmarshausen für dessen Dauerausstellung.

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