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Stiftung fördert Sanierung der Auberge

100.000 Euro für das Alte Zollhaus

Bad Karlshafen (brv) - Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) stellt 100.000 Euro für das Alte Zollhaus in Bad Karlshafen zur Verfügung.

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Professor Heinrich Klose, Veronika Kühnapfel, Madeleine Kelly und Holger Petri (v.l.) beim Ortstermin am Alten Zollhaus in Bad Karlshafen.

© Foto: Löschner

Bei einem Ortstermin übergab Veronika Kühnapfel, Ortskuratorin Werratal der DSD gemeinsam mit Holger Petri von Lotto Hessen symbolisch den Scheck an Eigentümerin Madeleine Kelly. „Wir fördern damit den Erhalt des Gebäudes“, erklärte Veronika Kühnapfel. „Für die Jury der DSD müssen aber auch Nutzungskonzept, fachliche Planung und Finanzierung überzeugend sein.“
Das Alte Zollhaus gehört damit zu mehr als 190 Projekten, die die private Denkmalpflegestiftung dank Spenden und Mittel der Lotterie Glücksspirale allein in Hessen fördert. Das Geld ist für die Restaurierung der Natursteinarbeiten bestimmt: im Sockelbereich steigt Feuchtigkeit auf und an den Fassaden findet man an den Sandsteinteilen Risse und Abplatzungen. Nach der Sanierung ist die Einrichtung einer Herberge (Auberge) für misshandelte Kinder mit ihren Pflegefamilien durch den Deutschen Kinderverein e.V. vorgesehen.
Architekt Professor Heinrich Klose erläuterte die Bedeutung des Gebäudes und die nötigen Sanierungsarbeiten. „Der Bauantrag ist mittlerweile genehmigt“, so Klose, auch Vorgaben zu Parkplätzen und Brandschutz seien realisierbar. Erbaut wurde das Haus 1765 in direkter Nähe zur Schiffsumschlagstelle an der Weser. Hier lagerten wertvolle Handelswaren wie beispielsweise Tabak – deshalb gehört die Vergitterung der Fenster im Erdgeschoss bis heute zum Charakter des Gebäudes. Den Hauptraum im Erdgeschoss prägen Sandsteinsäulen aus dem einstigen Kloster Helmarshausen.

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