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11,66 Millionen Euro für die Wohnungslosenhilfe in Hessen

368.294 Euro für Angebot in Hofgeismar

Kassel/Hofgeismar (lwv) - Mit 11,66 Millionen Euro unterstützt der Landeswohlfahrtsverband (LWV) Hessen in diesem Jahr Fachberatungsstellen und Tagesaufenthaltsstätten für alleinstehende Wohnungslose. Diese Fördersumme hat der LWV-Verwaltungsausschuss heute beschlossen. 2019 waren es rund 11,23 Millionen Euro. „Menschen, die auf der Straße leben, sind schutzlos. Sie sind von der Corona-Pandemie besonders hart betroffen“, sagte Landesdirektorin Susanne Selbert. „Anlaufstellen, die ihnen Waschgelegenheiten, Rückzugsraum und seelische Unterstützung bieten, sind gerade in diesen Zeiten wichtiger denn je“, so Selbert.
40 Tagesaufenthaltsstätten und Beratungsstellen für alleinstehende Wohnungslose gibt es in Hessen. Sie werden zu rund 97 Prozent vom LWV Hessen finanziert. In Hofgeismar unterhält der Zweckverband Diakonisches Werk Kassel eine Fachberatungsstelle mit Tagesaufenthaltsstätte im Poppenhäuser Weg 3. Diese fördert der LWV in diesem Jahr mit 368.294 Euro. Die Höhe der Zuwendungen richtet sich vor allem nach dem Umfang des Leistungsangebots und der Personal- und Sachausstattung.
In Tagesaufenthaltsstätten erhalten wohnungslose Männer und Frauen kalte und warme Mahlzeiten und Getränke. Außerdem können sie hier duschen, ihre Wäsche waschen, Gepäck aufbewahren und einiges mehr. Oft gibt es Kleiderkammern. Viele der wohnungslosen Menschen haben mit körperlichen und seelischen Problemen zu kämpfen. Ihnen wird bei Bedarf ärztliche oder psychosoziale Hilfe vermittelt.
Neben dieser Unterstützung im Alltag steht die Beratung: Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Einrichtungen helfen Menschen dabei, sich wieder niederzulassen. Sie informieren und unterstützen, wenn die Klienten Leistungen beantragen, begleiten sie bei Behördengängen, bei der Wohnungs- und Arbeitssuche oder bei der Suche nach einem Therapieplatz. Dabei kooperieren die Beratungsstellen mit anderen Angeboten wie der Sucht- oder Schuldnerberatung.
Der Landeswohlfahrtsverband Hessen wird getragen von den hessischen Landkreisen und kreisfreien Städten und ermöglicht die gesellschaftliche Teilhabe behinderter Menschen.
Er unterstützt behinderte, psychisch kranke und sozial benachteiligte Menschen in ihrem Alltag und im Beruf, finanziert Leistungen nach dem Sozialen Entschädigungsrecht, ist Träger von Förderschulen und Frühförderstellen und Alleingesellschafter der Vitos GmbH, die einen wesentlichen Teil der psychiatrischen Versorgung in Hessen sicherstellt.

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