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Das besondere Jubiläum

450 Jahre Tierpark Sababurg

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Der Streichelzoo ist seit den 70er Jahren ein besonderes Highlight für die kleinen Besucher des Tierparks Sababurg.

© Foto: David Selbert

Sababurg (hak) - Der Tierpark Sababurg ist der älteste, bis heute in seinem ursprünglichen Areal erhaltene, Tiergarten Deutschlands. In diesem Jahr besteht der 1571 von Landgraf Wilhelm IV. am Fuße seines Jagdschlosses Sababurg errichtete Tierpark seit 450 Jahren.

Die Einweihung der Anlage für die Beberbecker Pferde war der Startschuss besonderer Termine und Aktionen im Jubiläumsjahr:

  • Jeden Mittwoch reier Eintritt für Kinder und Jugendliche bis 15 Jahre, Schüler und Studenten (mit Ausweis).
  • Sababurger und ein Getränk zum Jubiläumspreis von 450 Cent (anstatt 8 Euro) vom (alternativ vegetarischer und veganer Burger) sowie Sababurger Bratwurst oder Currywurst, Pommes und Ketchup mit einem Getränk zum Jubiläumspreis von 450 Cent (anstatt 7,70 Euro)
  • Shop-Produkt der Woche zum Aktionspreis, wöchentlich wechselnd
  • Freitägliche Grillabende im August auf der Terrasse und besondere Angebote des Gasthauses Zum Thiergarten
  • „Der Tierpark Sababurg und seine vielfältigen Attraktionen im Wandel der Zeit jetzt und heute“ ist das Thema der kommentierten Führungen jeweils mittwochs und freitags um 17.30 Uhr, Treffpunkt am Infozentrum des Tierparks, Voranmeldung erforderlich, maximal 20 Teilnehmer
  • Über die Sommersaison des Jubiläumsjahres verteilt gibt es für die Tierparkfans wechselnde Gewinnspiele über die verschiedenen Medienkanäle, bei denen es einen Tag mit dem Falkner, einen Tag mit dem Tierpfleger und einen Nachmittag unter Rentierleuten zu gewinnen gibt

 

Der Tierpark Sababurg

Um 1300 legte der Erzbischof von Mainz auf einem Basaltkegel die „Zapfenburg“ an. Sie diente als Grenzbefestigung gegen Braunschweig und Hessen. Um 1330 wurde die Burg erneut befestigt, um die Wallfahrten nach Gottsbüren zu schützen.
1354 musste der Erzbischof die Hälfte der Burg an die Landgrafen von Hessen abtreten. 1429 gelangt sie vollständig in hessischen Besitz und verfiel anschließend, da sie ihre Schutzfunktion verloren hatte.
Ab 1490 wurde die Burg unter den Landgrafen Wilhelm II. und Philipp dem Großmütigen zu einem Jagdschloss ausgebaut. Wilhelm IV. errichtete 1571 den Tierpark (132 ha) dazu. Er ist neben Schönbrunn (Wien 1570) einer der ältesten Tierparks Europas.
Der Tierpark war damals Waldfläche, die von einer Dornenhecke umrahmt war. Diese Dornenhecke hat die Brüder Grimm zu ihrem „Dornröschenmärchen“ inspiriert und die Sababurg so zum „Dornröschenschloss“ werden lassen. In seinem Jagdrevier unterhalb seines Jagdschlosses hielt sich der Landgraf für Forschungszwecke bereits damals schon Ure, weiße Hirsche, Damwild, Gämsen, Elche und Rentiere.
Die Mauer um den Park wurde 1589 bis 1591 aus den Steinen der Ruine Schöneburg errichtet.
Der Tierpark bestand in dieser Form mehr als 200 Jahre. Erst mit dem ausgehenden Absolutismus wurde der Tiergarten barock umgestaltet: Friedrich II. ließ mitten im Park eine Jagdsternanlage für die Parforcejagd errichten (um 1770).
Ab etwa 1790 wird im Tierpark mit der Abholzung der Wälder begonnen, nur einzelne Bäume lässt man als Hutebäume auf den Weideflächen stehen. Das Tierparkgelände wird vom Gestüt Beberbeck nun in zunehmendem Maße für die Pferdezucht genutzt. Wild wird in immer geringem Umfang gehalten. Die Pferdezucht gewinnt zunehmend an Bedeutung. Nach der Auflösung des Gestüts Beberbeck fällt das Tierparkgelände schließlich der Domäne Beberbeck zu.
Anfang der 70er Jahre begann der Landkreis damit, wieder einen Tierpark auf dem Gelände einzurichten. 1971 wurde der erste Spatenstich für den Ausbau getätigt und die ersten Gehege durch den damaligen Kreis Hofgeismar eingerichtet.
1973 wurde der Tierpark schließlich endgültig offiziell eröffnet und seither ständig ausgebaut. Der Entwicklung des Tierparks lagen bereits damals drei konzeptionelle Schwerpunkte zugrunde: Der Urwildpark, der Haustiergarten/Archepark und der Kinderzoo.
Bei den Besuchern beliebtesten Tierarten sind Pinguine, Kängurus, Kattas, Erdmännchen, Kaninchen und Waschbären.
Abweichend vom Konzept des Tierparks werden hier auch einige exotische Arten gehalten, da diese Tierarten zum einen für Besucher attraktiv sind und zum anderen für den Biologieunterricht didaktische Bedeutung haben.
Seit damals sind das Museum, die Greifvogelstation und die BienenWelt dazu gekommen.
Ab Mitte September wird mit der Erweiterung des Luchsgeheges eine neue Attraktion des Tierparks fertiggestellt.

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