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Alter Steinweg und Hintere Straße eingeweiht

Von Inge Seidenstücker

 

Liebenau – Aufatmen bei den Anliegern in der Liebenauer Altstadt – endlich sind der Alte Steinweg und die Hintere Straße fertiggestellt.
Viel Geduld mussten die Liebenauer in den vergangenen Monaten aufbringen. Umleitungen, Sperrungen, Lärm und Dreck sorgten oftmals für Verärgerung. Doch das hat nun ein Ende.

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Endlich ist die Straße „Alter Steinweg“ fertig. (V.l.) Vizelandrat Andreas Siebert, Gunther Wagner (Fa. Wagner), Andreas Schäfer (Wachenfeld), Johannes Bick (Ingenieurbüro Bick) und Bürgermeister Harald Munser.

© Foto: Seidenstücker

Dies war ein Grund zum Feiern. Und so wurde die neu eröffnete Hintere Straße auch gleich wieder kurzfristig „gesperrt“, denn hier waren Bierzeltgarnituren für die Gäste der Straßeneinweihung aufgestellt.
Dass der erste Schritt eines langen Weges der wichtigste sei, betonte Bürgermeister Harald Munser und informierte über die Erneuerungen der alten Straßen. So mussten die rund 70 Jahre alten Wasserleitungen dringend erneuert werden. Zuletzt hatte es immer häufiger Rohrbrüche gegeben. Doch nicht nur diese, auch die Leitungen für Gas und Strom wurden erneuert. Damit Liebenau zukunftsfähig ist, wurden auch die Voraussetzungen für schnelles Internet geschaffen. Breitband bis ins Wohnzimmer können die Anwohner nun aufgrund einer Kooperation mit Netcom/Telekom und der Stadt Liebenau beanspruchen. Munser wies die Bürger darauf hin, diesbezüglich nicht vorschnell zu handeln und die Angebote der Stadt in den nächsten Monaten abzuwarten.
Desweiteren machte der Bürgermeister deutlich, dass nur durch die Förderung des Dorfentwicklungsprogramms auch das Pflaster bis an die Häuser verlegt werden konnte und damit für die Anlieger kostenlos sei. Dafür müsse es aber auch mindestens 15 Jahre bestehen bleiben. Die Liebenauer Altstadt erfahre mit den neuen Straßen eine deutliche Steigerung des Wohnwertes, sagte Munser.

Viele Überraschungen der negativen Art kamen bei den Baumaßnahmen immer wieder zutage und verteuerten das Ganze, sodass hier rund 2 Millionen Euro verbaut wurden. Außer für die Hausanschlüsse müssen die Bürger aber keine Kosten tragen, denn die in der Sache der kürzlich abgeschafften Verpflichtung der Kommunen zur Erhebung von Anlieger-Straßenbeiträgen haben die Liebenauer Stadtverordneten zugunsten der Bürger entschieden.

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Vizelandrat Andreas Siebert (vorne) freute sich für die Liebenauer, dass nun auch der zweite Bauabschnitt fertig gestellt wurde.

© Foto: Seidenstücker

Auch Vizelandrat Andreas Siebert zeigte sich überzeugt von den Baumaßnahmen und sprach von einem großartigen Tag für Liebenau, und so sei es auch für den Landkreis toll zu sehen, was gelingen kann. Er freute sich ganz besonders über die digitale Anbindung. Zudem forderte er Besitzer alter Häuser auf, Fördermittel zur Renovierung in Anspruch zu nehmen: „Es ist noch Geld da.“ Beantragen kann man diese beim Amt für Regionalentwicklung des Landkreises, bevor man mit den Maßnahmen beginnt.
Ein Großteil der 1,84 Millionen Euro, die in das Projekt investiert wurden, waren kommunale Maßnahmen im Bereich der Hinteren Straße sowie für Kanal, Wasser und Gehwege, informierte Siebert. Rund 70.000 Euro erhielt die Stadt Liebenau für gestalterische Maßnahmen aus Fördermitteln der Dorfentwicklung. Der Landkreis erbrachte 358.000 Euro für die Sanierung der Kreisstraße. Damit die Straße nicht schon bald wieder aufgerissen werden muss, wurden Rohre für die Breitbandverkabelung verlegt und Verbesserungen für die Strom- und Gasversorgung durch die EnergieNetz Mitte durchgeführt. Die Arbeiten wurden von den regionalen Firmen Ingenieurbüro Bick und den Bauunternehmen Wachenfeld und Wagner erbracht. Diese drei Firmen sponserten nun die Straßeneinweihung mit Getränken und Bratwurst.
Eine Fotowand, die der Geschichtsverein zusammengestellt hatte, zeigte eindrucksvoll die Entwicklung der Liebenauer Altstadt.
Bis zum Jahr 2021 soll der dritte Bauabschnitt im Bereich Mittlere und Vordere Straße ebenfalls fertig gestellt sein.

Abschließend kündigte Siebert Baumaßnahmen des Landes Hessen für die Sanierung der Landesstraße zwischen Lamerden und Eberschütz im nächsten Jahr an.

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