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Baubeginn des Petrihauses im November

Von Kerstin Aderholz

Hofgeismar – Der Einladung zur Unterzeichnung der Fördervereinbarung zum Bau des Petrihauses aus den Mitteln des Programms „Aktive Kernbereiche“ zwischen der GEWOBAG und der Stadt Hofgeismar waren so viele gefolgt, dass dieser Termin kurzerhand in den Stadtverordnetensitzungssaal verlegt werden musste.

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V.l.: Bürgermeister Markus Mannsbarth, Christoph Beutekamp und Ulrich Jakobi vom Vorstand der GEWOBAG sowie Erster Stadtrat Günter Ebel beim Unterzeichnen der Fördervereinbarung.

© Foto: Aderholz

Das große Interesse ist aufgrund der Größenordnung des Projektes und die damit einhergehende Bedeutung für Hofgeismar nicht überraschend – ist es doch laut Bürgermeister Markus Mannsbarth die höchste Summe, die je unter allen Teilnehmern des Programms Aktive Kernbereiche als Einzelfördung bewilligt wurde, nämlich 1,15 Millionen Euro. Weitere 200.000 Euro kommen aus dem Modellprogramm „Gemeinschaftlich Wohnen, selbstbestimmt leben“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Die Gesamtkosten betragen 4,9 Millionen Euro.


Was ist das Petrihaus?

Das Petrihaus entsteht ab November auf einem 2.471 m2 umfassenden Grundstück in der Pfeffergasse und soll im Frühjahr 2019 fertig sein.
Als Niedrigenergiehaus KfW 55 bietet es eine vermietbare Fläche von mehr als 2.180 m2.
Im Erdgeschoss sind eine Tagespflege mit 15 Plätzen sowie eine Wohngruppe für zehn Menschen mit Demenz geplant. Beide Einrichtungen wird PHB (Pflege, Hilfe & Betreuung e.V.) betreiben. Außerdem ist ein Nachbarschaftstreff vorgesehen, ein Projekt, das sich an die bewährte Kooperation von GEWOBAG und PHB anschließt.

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© Quelle: at4

Unter dem Motto „Offen nach innen und nach außen“ sollen sich Bewohner der ambulant betreuten Wohngemeinschaften, Gäste der Tagespflege, Bewohner der Servicewohnungen, Angehörige und Besucher, ehrenamtliche Mitarbeiter sowie Bewohner des Altstadtquartiers treffen.
Langweilig wird es im Nachbarschaftstreff bestimmt niemandem, sollen hier doch u.a. Gymnastik-, Tanz- und Computerkurse, Kochtreffs, Vorträge und Workshops zum Thema „Alt werden – fit und gesund bleiben“ angeboten werden.
Im 1. OG werden eine Physiotherapiepraxis sowie eine Wohngruppe für elf demenziell erkrankte Menschen (Betreiber ebenfalls PHB) eingerichtet, im 2. OG entstehen neun barrierefreie Miet- oder Eigentumswohnungen, für die auf Wunsch bei PHB auch Betreuungs- und Pflegeleistungen hinzugebucht werden können, sowie eine Gästewohnung für Besucher. Für das Staffelgeschoss sind drei Eigentumswohnungen mit Dachterrassen sowie Abstellräume geplant. Insgesamt stehen 26 Stellplätze zur Verfügung.

 

Der Weg bis zur Umsetzung

Die Idee zum Petrihaus in der Form, die nun umgesetzt wird, entspringt einer zunächst privaten Initiative, die aus der Betroffenheit in der eigenen Familie hervorging und sich Stück für Stück unter Einbeziehung von PHB und später der GEWOBAG weiterentwickelte. Nachdem auch ein ideales Areal gefunden und entsprechende Gespräche mit den Stadtverantwortlichen geführt worden waren, begann im April 2015 die Zusammenarbeit mit dem Architekten Dieter Schaarschmidt aus Solingen. Seitdem wurde das Projekt Petrihaus kontinuierlich vorangetrieben.

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