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20 Jahre Betreuungsverein

Betreuung und Selbstbestimmung – ein Widerspruch?

Von Inge Seidenstücker

Hofgeismar – Seit nunmehr 20 Jahren kümmert sich der Verein für Jugend- und Erwachsenenhilfe/Betreuungsverein des Diakonischen Werkes Kassel in Hofgeismar und Wolfhagen um die rechtliche Betreuung von Menschen, die wegen einer psychischen oder einer körperlichen, geistigen oder seelischen Einschränkung ihre Angelegenheiten ganz oder teilweise nicht mehr selbst regeln können und deshalb auf Hilfe Anderer angewiesen sind.

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Sie wurden für ihre engagierte Arbeit im Betreuungsverein mit dem silbernen Kronenkreuz geehrt. (V.l.) Barbara Karger, Simone Bindemann, Maria Schneider und Peter Simon.

© Foto: Seidenstücker

Des Weiteren informieren haupt-, bzw. ehrenamtliche Mitarbeiter zu den Themen Vorsorgevollmacht, Betreuungs- und Patientenverfügung. Dazu werden die Mitarbeiter regelmäßig bei Fortbildungen in Hofgeismar, Wolfhagen und Kaufungen geschult.

„Ein Verein kann nur dann erfolgreich arbeiten, wenn die Mitarbeiterinnen ein Team bilden, gut miteinander arbeiten und auf ein verlässliches Netzwerk zugreifen können“, betonte die Vorsitzende Barbara Karger bei der Jubiläumsfeier und dankte u. a. den vier hauptamtlichen Mitarbeiterinnen für ihre erfolgreiche Arbeit in all den Jahren.
Neben Vertretern aus der Politik, den Betreuungsbehörden aus Landkreis und Stadt Kassel und anderen, waren auch die Gründungsmitglieder Dekan Adalbert Riebensahm, Stefan Siegel-Schöning sowie Peter Karger unter den Gästen.
In ihrem Festvortrag ging Vizelandrätin Susanne Selbert auf das Thema „Rechtliche Betreuung und Selbstbestimmung – ein Widerspruch?“ ein. Rund 1,3 Millionen Menschen stünden bundesweit unter Betreuung, allein im Landkreis Kassel seien es 3.893, informierte Selbert. Sie betonte, dass die Selbstbestimmung unbedingt gewahrt und gefördert werden müsse. Die Vizelandrätin forderte eine Reform der Rahmenbedingungen für die rechtliche Betreuung und sieht diese aber noch nicht in der nächsten Legislaturperiode. Bürgermeister Markus Mannsbarth hob die Kooperation der haupt- und ehrenamtlichen Betreuer hervor, wobei er das Ehrenamt im Dienst am Menschen besonders würdigte.
Natürlich geht ein Jubiläum immer auch mit Ehrungen von Personen einher, die sich durch ihr Engagement verdient gemacht haben. So überreichte Gerd Bechtel, Geschäftsführer des Diakonischen Werkes Kassel, das silberne Kronenkreuz an die hauptamtliche Betreuerin Simone Bindemann, die ehrenamtlich tätige Maria Schneider, die Vorsitzende Barbara Karger sowie Peter Simon, der sich ebenfalls sehr im Vorstand des Betreuungsvereins engagiert.

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