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Bioabfall richtig entsorgen

Landkreis Kassel (hai) - In diesen Sommerferien wird für viele der Balkon und der eigene Garten zum Urlaubsziel. Es wird gepflanzt, gegraben, gemäht, geschnitten und umgetopft. „Schnell ist die Biotonne voll, obwohl diese alle zwei Wochen geleert wird“, berichtet Betriebsleiter Uwe Pietsch von der Abfallentsorgung Kreis Kassel.
Einpressen der Bioabfälle vermeiden
Wer sichergehen möchte, dass die Biotonne vollständig entleert wird, sollte die Bioabfälle nicht in die Tonnen pressen. Bei der Entleerung können nur lockere Abfälle schwerkraftbedingt aus dem Behälter fallen. Manche Biotonnen wurden bereits so sehr überfüllt, dass sich die Räder verbogen haben. Das bedeutet in Extremfällen, dass die Abfälle über 110 kg wiegen und von den Hubvorrichtungen der Müllfahrzeuge nicht mehr gehoben werden können. „Dieses Übergewicht ist aus technischen und arbeitsschutzrechtlichen Gründen problematisch“, ergänzt Uwe Pietsch. Unter anderem kann ein nasser Rasenschnitt oder Grassoden zu solch schweren Gewichten führen.

 

Wohin mit dem Grünschnitt bei voller Tonne?

Die Entsorger freuen sich über jede richtig befüllte und volle Biotonne. Aus dem Inhalt wird auf den drei Biokompostierungsanlagen im Landkreis Kassel Kompost hergestellt. Zudem wird mit der Biogasanlage aus den Abfällen Strom und Wärme gewonnen.

Möglichkeiten wenn das Volumen der Biotonne nicht ausreicht:
- Zwischenlagerung von Grünschnitt und Laub
- Eigenkompostierung von Teilmengen
- Bau einer Totholzhecke
- zusätzliche Biotonne beantragen
- Selbstanlieferung an den Entsorgungszentren
- Faltcontainer

Aus Gründen des Arbeitsschutzes und Vorgaben der Berufsgenossenschaften nimmt das Abfuhrpersonal keine Bioabfälle neben dem Behälter mit.


Was hilft gegen Gerüche und Maden?

- Biotonne so schattig wie möglich stellen
- regelmäßige Reinigung der Biotonne
- den Boden der Biotonne sowie einzelne Lagen zwischen den Abfällen mit zerknülltem Zeitungspapier auslegen
- Essensreste mit Zeitungspapier einwickeln, um die Restfeuchte aufzunehmen.
- feuchte Abfälle vorher antrocknen lassen
- Speisereste in Zeitungspapier einwickeln oder in Biobeuteln verpacken

Die extra für den Landkreis Kassel hergestellten kompostierbaren Biobeutel werden in den kreiseigenen Biokompostierungsanlagen innerhalb von zwölf Wochen abgebaut. Erhältlich sind die Biobeutel sind in den Stadt- und Gemeindeverwaltungen des Landkreises sowie im Entsorgungszentrum Kirschenplantage.


Was gehört in die Biotonne?

- Obst-, Gemüseabfälle
- Fleisch-, Fischabfälle, Käse-, Wurstreste
- altes Brot, Kuchen, Gebäck
- Reste von dickflüssigen Milchprodukten
- Essensreste gekocht, gebraten und roh
- Zeitungspapier zum Einwickeln von Essensresten
- Zimmer- und Balkonpflanzen


Was gehört nicht in die Biotonne?

- Plastiktüten
- Einweggeschirr und Verpackungen, die als kompostierbar gekennzeichnet wurden
- Verpackungen
- große Mengen Erde
- Restabfall (z.B. Steine, flüssige Speisereste)

 

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