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HGS

Blick hinter Radio-Kulissen

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Schüler der HGS Grebenstein machten eine Radiosendung.

© Foto: privat

Grebenstein (hai) - On air waren die Schüler der Klasse G10a der Heinrich-Grupe-Schule im Rahmen des Jugendmedientages mit einer eigenen Radiosendung. Zwar nicht im Studio eines Radiosenders, aber mit durchaus realen Aufgabenstellungen. Dabei hatten sie Unterstützung von prominenter Seite, denn Johannes Sassenroth der Moderator beim Hessischen Rundfunk begleitete diesen besonderen Projekttag.
Jochen Feuring, Koordinator für die Berufs- und Studienorientierung an der HGS, hatte die Bewerbung zum ARD-Medientag eingereicht, um den Schülern Medienberufe näher zu bringen.
Viele der jungen Leute schalten das Radio ein, aber längst nicht alle. Für den Rundfunkprofi ein weiteres Indiz für die Wandlung der Medienlandschaft: „Bei der Finanzierung der Sender erfolgen Umschichtungen. Weg von Fernsehen und Radio, hin zu Formaten, die eine immer größere Rolle spielen, wie zum Beispiel Podcasts.“
Die Vielfalt der Angebote stelle die Nutzer aber auch vor Herausforderungen, denn nicht jeder könne Fake News als solche erkennen oder zielgerichtet recherchieren. Hier sah Sassenroth einen Schwerpunkt seines Projekttages: „Ich möchte den Jugendlichen zeigen, wie sie zu einem Thema recherchieren und geeignete Quellen finden. Es ist wichtig, dass sie die Informationen auf verifizieren können. Am Ende soll heute eine Radiosendung entstehen.“
Im Laufe des Vormittags arbeiteten drei Gruppen an der Realisierung der finalen Aufgabe: Während die einen recherchierten, wählten die nächsten passende Musik aus und übten die Mitglieder der 3. Gruppe die Moderation. Immer nah dran war Workshopleiter Sassenroth, der Tricks und Kniffe verriet. „Herr Sassenroth erklärte uns, worauf wir zum Beispiel bei Nachrichten achten müssen. Wir wählten die Themen „WhatsApp blue“ oder „Erneute Schulschließung - ja oder nein?“ und die Unterhaltungsgruppe wählte die Musik von The Weekend und Nico Santos aus, wobei sie sich auch Hintergrundinformationen dazu beschaffte“, berichtete Schülerin Kim–Julika Döhne.
Am Ende des Entstehungsprozesses stand die Aufnahme der Sendung, für die Sassenroth ein mobiles Studio mitgebracht hatte. Begeistert waren alle, die dabei waren. So auch Jan Luca Patzig, dem der Blick hinter die Kulissen Spaß gemacht hatte, der aber gleichzeitig überrascht war, wie schwierig es war, eine Sendung zu produzieren, die im Radio so mühelos scheint. Klassenkameradin Chiara Lange war beeindruckt über die journalistische Sorgfalt: „Besonders in Erinnerung geblieben ist mir die Tatsache, dass beim hr so gut wie jede eingehende Nachricht auf ihre Echtheit geprüft wird. Überraschend war, wie viel Arbeit dahintersteckt, zu überprüfen ob eine Meldung, die die Redaktion mitgeteilt bekommt, korrekt ist oder ob es sich um sogenannte „Fake News“ handelt.“
Das Fazit von Dana Bönning fasste zusammen, wie die G10a diesen Medientag wahrgenommen hatte: „Mir persönlich hat der Tag gut gefallen, da anschaulich vermittelt wurde, wie aufwändig und durchdacht eine Radiosendung eigentlich ist.“

 

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