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Bürgermeister legt Bilanz vor - Hessentag in Hofgeismar auch finanziell ein Erfolg

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(V.l.) Thorsten Herrmann, Hessentagsbeauftragter der Landesregierung, Bürgermeister Markus Mannsbarth und Wilfried Eckart, Hessentagsbeauftragter der Stadt Hofgeismar, sind sehr zufrieden mit der Bilanz des Hessentages.

© Foto: Seidenst├╝cker

Von Inge Seidenstücker


Hofgeismar – Rund 18 Monate nach dem 55. Hessentag in Hofgeismar liegen nun die Zahlen vor. Und es wird deutlich, dass die Stadt mit einem Defizit von knapp 340.000 Euro im Vergleich zu anderen Hessentagsstädten ganz hervorragend gewirtschaftet hat. So wurde zunächst mit einem Minus von 1,7 Millionen gerechnet und diese im Haushalt 2015 eingeplant. Doch gab die Stadt sehr viel weniger aus.
Den Ausgaben von 8.437.492 Euro stehen Einnahmen von 7.110.858 Euro gegenüber. Das geplante Defizit von 1.666.383 Euro wurde auf 1.326.634 Euro gesenkt.
„Die Projektteams hatten die Kosten ständig im Blick“, sagte Wilfried Eckart, der als Hessentagsbeauftragter fungierte. So wurde an viele Bereiche einfach ganz anders rangegangen als bei anderen Hessentagen. Beispielsweise hatte man beim Untergrund in der Ausstellung „Natur auf der Spur“ statt teurer Metallplatten einfach Rindenmulch eingesetzt. Ebenso wurden die Vereine in vielen Fällen eingebunden, wie z.B. bei den Parkplätzen. Mit dem „Hessentag der kurzen Wege“ war Hofgeismar auch damit auf der sparsamen Seite.
Dass der Hessentag für Hofgeismar eine Bereicherung war und immer noch ist, steht außer Frage. Nicht nur das „Wir-Gefühl“ und das Zusammengehörigkeitsgefühl erhielt einen deutlich spürbaren Auftrieb, auch die enorme überregionale Außenwerbung blieb nicht ohne positive Folgen für die Stadt. So seien in diesem Jahr merklich mehr Stadtführungen gebucht worden und auch der Wohnmobilplatz wurde sehr viel stärker frequentiert, betonte Bürgermeister Markus Mannsbarth. Darüber hinaus ist aber die finanzielle Förderung für die großen Hessentagsprojekte wie die Fußgängerzone, den neue Bahnhof und die Restaurierung des Gebäudes Markt 5 mit 6,5 Millionen für Hofgeismar ein nachhaltiger Gewinn. Ebenso die Aufnahme in das Förderprogramm „Aktive Kernbereiche“, bei dem die Restaurierung historischer Gebäude gefördert wird. Hierfür gingen bereits 40 Anträge ein, berichtete Mannsbarth.
Etwa 750.000 Besucher hatte der Hofgeismarer Hessentag zu verbuchen. Im Schnitt gab jeder 15 Euro aus. Den größten Defizit gab es bei den Großveranstaltungen (1,4 Millionen), doch seien gerade diese sehr werbewirksam und lockten viele auswärtige Besucher an, sagte Eckart. Als einen weiteren nachhaltigen Effekt des Hessentages wird auch das Aufblühen der kulturellen Landschaft in Hofgeismar gesehen.

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