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Stadt Hofgeismar sichert sich Markenrechte

Dornröschen darf auf der Sababurg bleiben

Von Kerstin Aderholz

 

Hofgeismar - "Das Dornröschenschloss Sababurg ist ein Leuchtturm der Deutschen Märchenstraße", erklärte Benjamin Schäfer, Geschäftsführer derselben, beim Ortstermin mit Hofgeismars Bürgermeister Markus Mannsbarth, Wilfried Eckart vom Heimat- und Verkehrsverein sowie Steffen Heusner, Inhaber vom Gasthaus zum Thiergarten. Die Neuigkeiten in Bezug auf das Schloss waren daher für alle äußerst erfreulich.

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Zwischen Foodtruck und Baustelle auf der Sababurg (v.l.): Bürgermeister Markus Mannsbarth, Benjamin Schäfer von der Deutschen Märchenstraße Isabelle Herthcote als Dornröschen und Wilfried Eckart vom Heimat- und Verkehrsverein Hofgeismar.

© Foto: Aderholz

Salopp ausgedrückt wurde dem Sorgerechtsstreit um Dornröschen inklusive Aufenthaltsbestimmungsrecht vom Deutschen Patent- und Markenamt ein Ende bereitet. Rechtlich bedeutet dies, dass "man zwar niemandem verbieten könne, ein Dornröschenkostüm anzuziehen", so Bürgermeister Markus Mannsbarth, aber die Rechte am Begriff "Dornröschenschloss Sababurg" liegen jetzt eindeutig und offiziell beurkundet bei der Stadt Hofgeismar. Gleiches gilt für das Bildrecht am dazugehörigen Logo.

Grund für Verunsicherungen war, dass Dornröschen gemeinsam mit dem bisherigen Pächter der Burg auf dessen Wunsch mit umziehen sollte. Dieses Szenario ist mit der nun geschaffenen Rechtssicherheit aber vom Tisch - ganz abgesehen davon, dass sich das Dornröschenschloss Sababurg fest in den Köpfen und etlichen Bildern dieser Welt eingeprägt habe, führte Benjamin Schäfer an.

Bürgermeister Markus Mannsbarth war sichtlich erfreut, diese Nachricht verkünden zu dürfen und nutzte die Gelegenheit darauf hinzuweisen, dass sich auch während der laufenden Sanierungsarbeiten auf der Burg ein Besuch durchaus lohne. In Kooperation mit dem Land Hessen als Eigentümerin des Dornröschenschlosses und dem Gasthaus zum Thiergarten bietet die Stadt Hofgeismar eine Teilöffnung an den Wochenenden an. Ein Foodtruck des Thiergartens sorgt für Verpflegung, der wieder hergestellte Rosengarten sowie die Ruine (Rittersaal) sind frei zugänglich. Hier finden auch jeden Sonntag um 14 Uhr Aufführungen des Märchens Dornröschen statt. Mit intelligentem Witz und besonderem Charme präsentieren zwei Schauspieler des "Theaters in der Wolfsschlucht" aus Kassel die Geschichte Dornröschens in einem dynamischen und unterhaltsamen Dialog mit Elementen aus der Moderne, "versehentlichen" Ausflügen in andere Märchen und durchaus körperlichem Einsatz. Durch die spezielle Erzähltechnik eignet sich die Darbietung gleichermaßen für Erwachsene wie Kinder. Dieses Angebot steht noch bis Ende Oktober.

Auch im nächsten Jahr sollen weitere Veranstaltungen auf der Sababurg stattfinden. In welchem Umfang hängt davon ab, wie sich die Sanierungsarbeiten weiterhin gestalten. Zur Zeit wird gerade das Dach erneuert. Welches Ausmaß die Arbeiten insgesamt annehmen, wird gerade vom Land Hessen ermittelt. Diesem sprach Bürgermeister Markus Mannsbarth ausdrücklich seinen Dank für die gute Unterstützung und Kooperation aus.

Mit den geschützten Begriffen Dornröschenschloss Sababurg und Dornröschenstadt Hofgeismar fügt sich nun zusammen, was zusammen gehört. Gemeinsam mit dem noch jungen Naturpark Reinhardswald sollte die zukünftige touristische Vermarktung der Region ein Leichtes sein.

Für den märchenhaften Schluss: Und alle leben glücklich bis ans Ende ihrer Tage.

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