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Lions Club Hofgeismar

Dr. Keller feiert 90. Geburtstag mit „seinen Goetheschülern“

Hofgeismar (hak) - Bereits zum 49. Mal hat der Lions Club Hofgeismar wieder Studenten des Goetheinstituts Göttingen zu einem gemeinsamen Wochenende in der Adventszeit eingeladen.

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Die Goetheschüler um Dr. Gottfried Keller.

© Foto: privat

Es kamen 15 Studentinnen und Studenten aus Ägypten, China, Indien, Kenia, Mexiko, Südkorea, Thailand und Vietnam für ein Wochenende nach Hofgeismar.
Im Mittelpunkt des Besuchs stand dieses Mal die gemeinsame Feier des 90. Geburtstags von Dr. Gottfried Keller, der diese Initiative vor 49 Jahren ins Leben gerufen hatte.
Dr. Keller freute sich sehr über die ausländischen Gäste, insbesondere über ein Bild, das eine Thailänderin von ihm gemalt hatte sowie ein von zwei Indern zu seinen Ehren gesungenes Lied.
Zum Programm gehörte auch ein Besuch der Grimmwelt in Kassel. Die Gäste interessierten sich sehr für die Führung in dem modern gestalteten Museum. Alle hatten von den Brüdern Grimm gehört und kannten viele Märchen. Und so erhielten die Gäste bei der abschließenden Weihnachtsfeier vom Nikolaus jeweils ein Märchenbuch der Brüder Grimm.
Die Gastgeberfamilien waren wieder sehr angetan von den sprachlichen Fähigkeiten der Gäste, ihrem Interesse an der deutschen Gesellschaft und Kultur sowie ihrer Herzlichkeit.
Der Sprecher der Gruppe, ein sehr belesener junger Mann aus Südkorea, bedankte sich herzlich für die Einladung. Sie sei für die Gäste die einmalige Gelegenheit, deutsche Familien kennen zu lernen.

 

Langjährige Tradition

Um im Sinne der Lions-Idee einen Beitrag zur Völkerverständigung zu leisten, entschied sich der Lions Club Hofgeismar im Jahr 1967 mit dem Goethe-Insti-tut in Arolsen Kontakt aufzunehmen und die dortige Schulleitung zu bitten, für ein Wochenende 15 Teilnehmer eines Deutsch-Kurses zu beurlauben. Diese Bitte stieß bei den Verantwortlichen zunächst auf wenig Gegenliebe, da man den Unterricht am Samstag nicht ausfallen lassen wollte. Doch das Argument, dass ein Referat eines jeden Teilnehmers vor dem Club und ein Aufenthalt in einer deutschen Familie ein gleichwertiger Ersatz sein könnten, schien zu überzeugen. Der Urlaub wurde gewährt, und die Studenten aus unterschiedlichen Teilen der Welt kamen auf die Trendelburg und dann in die Lions Familien des Hofgeismarer Clubs.
Da die Begegnungen nach einstimmiger Meinung von Gastgebern und Gästen als eine interessante und gewinnbringende Bereicherung empfunden wurden, wiederholte der Club all die Jahre hinweg die Einladungen an das Goethe-Institut in Arolsen und dann, nach seiner Auflösung 1972, an Göttingen.
Besonders erfreulich ist, dass eine neue Lions Generation diese Aktivität weitergeführt und sie als Tradition des Clubs akzeptiert hat, so dass bis heute etwa 600 Studenten aus allen Erdteilen betreut wurden. Die Organisation des Aufenthaltes wurden in den letzten Jahren den Wünschen der Gäste und der Gastgeber angepasst, obwohl die Grundstrukturen gleich geblieben sind. So stand immer ein Empfang der Gäste im Clublokal auf der Trendelburg, dann auf der Sababurg am Anfang der Begegnungen.
Die Gäste hielten stets ein kurzes Referat zu einem Thema ihrer Wahl, häufig zu ihrer Heimat, ihren Erfahrungen in Deutschland oder ihren Interessengebieten.
Immer standen Ausflüge und Besichtigungen sowie Zeit mit den gastgebenden Familien auf dem Programm.
Die das Wochenende abschließende Adventsfeier findet traditionell mit allen Familien des Clubs und ihren Kindern statt und rundet mit einem Nikolausbesuch die internationale Begegnung harmonisch ab.

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