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Einwohnerzahl im Landkreis steigt leicht

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Der grundsätzliche Trend der vergangenen Jahre bezüglich der Einwohnerzahl setzt sich fort.

© Foto: pixabay

Landkreis Kassel (hak) - Die Einwohnerzahl im Landkreis Kassel ist im Jahr 2020 leicht um 0,1 Prozent gestiegen. Bei den anderen nordhessischen Landkreisen ist für die Landkreise Schwalm-Eder und Waldeck-Frankenberg ebenfalls ein geringer Anstieg festzustellen – für die Stadt Kassel und die Landkreise Hersfeld-Rotenburg und Werra-Meißner meldet das Statistische Landesamt in Wiesbaden einen Bevölkerungsrückgang. Am 31. Dezember 2020 hatte der Landkreis Kassel 237.007 Einwohner und damit 243 mehr als Ende Dezember 2019.
"Die Entwicklung der letzten Jahre zeigt, dass wir seit 2015 jedes Jahr leicht zulegen oder zumindest stabil bleiben – wir haben jetzt wieder ungefähr die Einwohnerzahl von 2010 erreicht", informiert Landrat Andreas Siebert. Von 2010 bis 2015 war die Einwohnerzahl des Landkreises von 236.986 auf 235.813 zurückgegangen. Im Jahr 2020 falle besonders auf, dass die Bevölkerungszahl im Hofgeismarer Land um 0,5 Prozent zurückgegangen ist, während sie rund um Kassel um fast 0,4 Prozent zugenommen hat.
Während im Altkreis Kassel ein Einwohnerzugewinn von 517 Einwohnern zu verzeichnen ist, gingen die Zahlen für die Region Hofgeismar um 293 zurück, während das Wolfhager Land ein leichtes Plus von 0,05 Prozent (+19) vermelden kann.
Unterschiedlich ist auch die Entwicklung der beiden ehemaligen Kreisstädte Hofgeismar und Wolfhagen. Während Hofgeismar 2020 25 Einwohner weniger hatte (15.243), konnte sich Wolfhagen 2020 über einen Einwohnerzugewinn von 52 (13.074) freuen.
Dass sich an den Trends des demografischen Wandels insgesamt nichts Grundsätzliches geändert hat, beweist der von den Wiesbadener Statistikern ermittelte Gestorbenen-Überschuss. Danach verstarben 2020 im Landkreis Kassel 1.285 mehr Menschen als im gleichen Zeitraum Babys geboren wurden. Profitiert hat der Landkreis davon, dass im letzten Jahr 760 mehr Menschen in den Kreis zogen als im gleichen Zeitraum weg aus dem Landkreis. Siebert: "Auch hier wird deutlich, dass sich wieder viele Menschen vorstellen können auf dem Land zu wohnen – insbesondere dann, wenn die dörfliche Infrastruktur, der Öffentliche Nahverkehr, Schulen und Kindertagesstätten, die medizinische Versorgung sowie die Breitbandversorgung im Vergleich zu anderen ländlichen Räumen gut ist.“
Die Herausforderung für den Kreis bleibe weiter, durch gezielte Maßnahmen die dörfliche Infrastruktur der ländlichen Räume - besonders im Hofgeismarer und Wolfhager Land - weiter zu stärken. Dabei sei auch die Nutzung von Förderprogrammen der Europäischen Union, des Bundes und des Landes wichtig. "Das gilt für die Kreisverwaltung, die Kommunen im Kreis und auch die Bürger – eine Beratung in unserem Fachbereich Regionalentwicklung in Hofgeismar kann da auf jeden Fall weiterhelfen", betont Siebert. Ansprechpartner ist dort Peter Nissen, Tel. 0561/1003-2413, E-Mail: peter-nissen@landkreiskassel.de.
Bei der Einwohnerbilanz der einzelnen Kommunen im Landkreis gibt es 2020 das traditionell uneinheitliche Bild. Steigende Einwohnerzahlen gab es im letzten Jahr in Ahnatal, Baunatal, Espenau, Fuldatal, Habichtswald, Helsa, Kaufungen, Nieste, Niestetal, Schauenburg, Vellmar und Wolfhagen. Den größten Zugewinn in absoluten Zahlen hatte 2020 Baunatal mit 160 Einwohnern mehr – prozentual lag der höchste Zuwachs mit 1,03 Prozent in Nieste.
In absoluten Zahlen verlor 2020 Calden die meisten Einwohner. Hier sank die Einwohnerzahl um 69 auf 7.499. Prozentual war der Einwohnerrückgang in Bad Karlshafen mit -1,57 Prozent (-57) am höchsten.

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