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Emotionaler Moment auf dem Neujahrsempfang

Von Kerstin Aderholz

Hofgeismar - Zum Neujahrsempfang Hofgeismar waren wieder viele Vertreter aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Kirchen und der Vereinswelt gekommen, um gemeinsam zurückzuschauen sowie auch einen Ausblick in die Zukunft zu wagen.

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Die Begegnung der beiden Lebensretterinnen mit dem Geretteten und seiner Frau war ein beeindruckender und sehr emotionaler Moment auf dem Neujahrsempfang (v.l.): Christa Piotraschka und ihr Ehemann Uwe Weckler mit Karla Fuhrmann und Annicka Vogt.

© Foto: Aderholz

Eröffnet wurde die Veranstaltung von Stadtverordnetenvorsteherin Monika Grebing, verbunden mit ihren guten Wünschen für das neue Jahr.
In der darauf folgenden Ansprache von Bürgermeister Markus Mannsbarth blickte dieser nicht nur auf das vergangene Jahr zurück, sondern gleich auf mehrere Jahre, in denen sich die Stadt Hofgeismar kontinuierlich positiv entwickelt habe. Angefangen von den stabilen und im Kreis Kassel niedrigsten Hebesätzen sowohl der Grund- als auch Gewerbesteuer über die Schaffung von neuen Wohnprojekten (Beispiel Petrihaus) sowie Wohnraum allgemein bis hin zu der seit 2015 wieder kontinuierlich steigenden Einwohnerzahl konnte der Bürgermeister viele positive Beispiele anführen. Sogar ein weiterer Kindergarten sei aufgrund der hohen Nachfrage im Gespräch. Er hoffe, dass diese Präsentation verdeutlicht habe, "warum wir tun, was wir tun" und schloss mit der Aufforderung: "Lassen Sie uns gemeinsam daran arbeiten, dass Hofgeismar eine Zukunft hat."

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Alle Akteure des Neujahrsempfangs versammelten sich noch einmal auf der Bühne.

© Foto: Aderholz

Vize-Landrat Andreas Siebert thematisierte in seinem Grußwort den Zusammenschluss von Oberweser und Wahlsburg zur neuen Gemeinde Wesertal, womit die Zahl der Städte und Gemeinden im Landkreis Kassel von 29 auf 28 geschrumpft sei. Darüber hinaus informierte er darüber, dass seitens des Kreisausschusses 51 Millionen Euro für die Schulen im Landkreis bereitgestellt würden und noch einmal 13 Millionen für deren digitale Ausstattung. Auch die Käthe-Kollwitz-Schule profitiert von diesem Geld, denn sie wird einerseits erweitert und andererseits kann nun die seit langem herbeigesehnte Sanierung des Bewegungsbades durchgeführt werden.
Auch der Umgang miteinander wurde von Andreas Siebert aufgegriffen mit Blick auf den Mord an Dr. Walter Lübcke im vergangenen Sommer und sagte: "Wir lassen uns von Rechten unseren Landkreis nicht kaputt machen".
Bestandteil jedes Neujahrsempfangs sind stets auch Ehrungen. Diese wurden den frisch gebackenen Handwerksmeistern Sven Rehrmann (Metallbau), Jens Rehrmann (Feinwerkmechanik) und Timo Jungermann (Installation und Heizungsbau) zuteil sowie Alexandra Seel (Friseurhandwerk) und Tim Büscher (Installation und Heizungsbau) in Abwesenheit.
Der emotionalste Moment des Abends und auch der, der den Gästen wohl am besten im Gedächtnis bleiben wird, folgte der Ehrung der beiden Lebensretterinnen Karla Fuhrmann und Annicka Vogt, welche als Mitglieder der DLRG dem 73-jährigen Uwe Weckler aus Wilhelmshaven das Leben retteten. Sie hatten den Mann ohne Atmung und Puls vorgefunden und ohne zu zögern mit der Herz-Lungen-Wiederbelebnung begonnen und diese so lange aufrechterhalten, bis der Rettungsdienst vor Ort war.
Dass der mittlerweile wieder genesene Uwe Weckler und seine Frau Christa Piotraschka unter den Gästen auf dem Neujahrsempfang weilten, wussten die beiden Lebensretterinnen nicht und zeigten sich emotional sehr berührt, als das Ehepaar auf die Bühne gerufen wurde.
Selbst die anschließende Verleihung des Bürgerpreises, der in diesem Jahr an das Zeltlagerteam des TSV Hombressen ging, rückte nach diesen bewegenden Bildern ein wenig in den Hintergrund, was die Preisträger allerdings in keinster Form übel nahmen, sondern sich selbst von dieser Geschichte sehr ergriffen zeigten.

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