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Hessen-Agentur in Kontakt mit 50 Eigent├╝mern

Fassadensanierung in der Carl-Straße

Von Barbara Siebrecht
Bad Karlshafen – Das traditionsreiche Hotel-Restaurant „Hessischer Hof“ ist derzeit mit Gerüst und Netz verhüllt. Eigentümer Arnold Bunzenthal lässt die Fassade der Gebäude Carl-Straße 13 bis 15 sanieren. Er nutzt dazu die Förderung von Bund, Land und Stadt, und die Beratungsleistung der Hessen-Agentur.

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Quartiersmanager Heribert Vortmann, Bauamtsleiter Norbert Fix, Bauherr und Gastwirt Arnold Bunzenthal und Restaurator und Malermeister Jörn Warnberg arbeiten bei der Fassadensanierung Hand in Hand.

© Foto: Siebrecht

„Ein Fassadenanstrich stand sowieso an, mit der Förderung sanieren wir grundlegender“, meinte der Gastronom und modernisierte in Absprache mit den Denkmalschutzbehörden auch die Eingangstür passend zum historischen Fassade. „Ich führe die Gaststätte in vierter Generation. Unsere Gäste sind fasziniert von dem Ensemble des barocken Stadtkerns“, erzählte Bunzenthal und trägt mit seiner Investition zum verbesserten Erscheinungszustand und zur Erhaltung der historischen Bausubstanz bei. Die Arbeiten sollen etwa sieben Wochen dauern. Der hessische Hof hat für seine Gäste weiterhin geöffnet, da die Arbeiten an der Fassade kaum Einschränkungen für den Betrieb bedeuten.

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Dieser Arbeitsschritt von Hand dient der festen Verbindung zwischen Mauerwerk und Putz.

© Foto: Siebrecht


Eigentlich sollte nur der wasserabweisende Anstrich abgenommen und erneuert werden aber bei den Bauarbeiten stellte sich heraus, das sieben Achtel des Fassadenputzes sich von der tragenden Wand gelöst hatten und erneuert werden müssen. Durch lockeren Putz könnten auch Fußgänger gefährdet werden, wenn sich dieser plötzlich abfällt. Hausbesitzer müssen die Verkehrssicherheit gewährleisten.
„Seit den 60er Jahren werden Anstriche mit Kunststoffanteil verwendet, die nicht diffusionsoffen sind und zu Spalten zwischen Putz und Mauer führen können. „Für diese fast 300 Jahre alte Gebäude muss ein Putz und ein Anstrich verwendet werden, der elastisch bleibt und mit der Wasseraufnahme und Abgabe der verwendeten Natursteine und dem feuchten Untergrund kooperiert“ erläuterte Restaurator und Malermeister Jörn Warnberg.
Der Fachmann dokumentiert die historischen Bauweisen und verwendeten Farben, die bei der Sanierung freigelegt werden und steht in Kontakt mit der Unteren Denkmalschutzbehörde in Hofgeismar. Der Handwerker berichtet, dass die Zusammenarbeit mit den Denkmalpflegern unkompliziert sei und kein Bauherr vor einem Kontakt Bedenken haben müsse.

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Acht Farbschichten hat Restaurator Jörn Warnberg an diesem ca. 100 Jahre alten Holztor dokumentiert.

© Foto: Siebrecht


Die Baumaßnahme Bunzenthal wird mit 30 Prozent der förderfähigen Kosten unterstützt. Die Fördersumme (maximal 10.000 Euro pro Maßnahme) wird zu je 35 Prozent von Bund und Land und zu 30 Prozent von der Stadt getragen. Die Anträge sind an die Stadt Bad Karlshafen als Vertragspartner zu stellen und laufen über den Schreibtisch von Bauamtsleiter Norbert Fix.
Gegenwärtig ist die Hessenagentur mit 50 Eigentümern aus Helmarshausen und Bad Karlshafen in Kontakt und steht den Privatleuten beratend zur Seite.
„Wir fördern keine Kosmetik, die Maßnahme muss nachhaltig sein“, erläuterte Heribert Vortmann, einer der Quartiersmanager der Hessenagentur.
Noch bis 2024 ist eine Förderung nach verschiedenen Programmen in Bad Karlshafen und Helmarshausen möglich. Die Quartiersmanager raten potentiellen Bauherren dazu, frühzeitig Kontakt mit der Hessen Agentur aufzunehmen, um gegebenenfalls in den Genuss der Fördermittel zu kommen. Eine möglichst genaue Einschätzung der Kosten ist nötig; nur in Einzelfällen kann eine Nachförderung bei versteckten Mängeln durchgeführt werden. Heribert Vortmann ist unter Tel. 0611/95017 8724 zu erreichen.

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