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Das andere SchĂĽtzenfest in Langenthal

Festlicher Auftakt und feuchtfröhliches Programm

Von Barbara Siebrecht
Langenthal – Mit den Böllerschüssen am Schützendenkmal in der Ortsmitte Langenthals begann wie schon seit Jahrzehnten das Schützenfest des Schützenvereins „Einigkeit“ Langenthal. Das etwas andere Schützenfest des nordhessischen Ortes kommt ohne Schützenkönig und Hofstaat aus, pflegt aber dafür ganz eigene, in der Region einzigartige Traditionen.

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Feierlich wurde es beim Zapfenstreich mit Fackelschein.

© Foto: Siebrecht

Die drei Böllerschüsse zu Festbeginn gehen wie das Schützenwesen auf die Bürgerwehren zurück, die sich schon im Mittelalter bildeten, im Dreißigjährigen Krieg die Dorfgemeinschaft gegenüber plündernden Söldnerheeren verteidigten und die Grenze in diesem Grenzgebiet sicherten.
Die Böllerschüsse zum Schützenfest werden seit Anfang der 1970-er Jahre abgegeben und haben je eine feste Bedeutung. Der erste Schuss gilt dem Schutz von Hab und Gut. Der zweite Schuss soll ein Signal für Frieden in der Welt sein und der dritte Schuss wünscht dem Schützenfest einen guten Verlauf.

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Kurt Alberding wurde für 60 Jahre aktive Mitgliedschaft geehrt.

© Foto: Siebrecht


Ohne den Spielmanns- und Musikzug Langenthal wäre das Schützenfest in Langenthal in dieser Form nicht denkbar. Der Musikzug begleitete die Schützen von der Grünanlage am Teich zur Schützenhalle und spielte dort den feierlichen Zapfenstreich vor den Offizieren und angetretenen Schützen. Der Vorsitzende des Musikvereins, Matthias Volkmer nutzte das Ständchen für die Freunde vom Schützenverein für Ehrungen. Für 40 Jahre Vereinszugehörigkeit wurden Brigitte Weifenbach, Adelheid Weifenbach und Silvia Trender geehrt. Silvia Trender engagiert sich seit über 20 Jahren in der Jugendarbeit als Flötenlehrerin. Eine besondere Ehrung für 60 Jahre aktive Mitgliedschaft gebührte Kurt Alberding, der auch viele Jahre im Vorstand aktiv war und die Ehrung gerührt entgegennahm.

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Oberst Gusmann gab das Kommando.

© Foto: Siebrecht


Besonders feierlich ist die offizielle Eröffnung des geselligen Abends durch den Zapfenstreich. Dieses Musikstück wurde beim Schein von Fackeln vor den Offizieren und Schützen gespielt. Die Kommandos „Helm ab zum Gebet“ und „Präsentiert das Gewehr“ zur Nationalhymne durch den Oberst Karsten Gusmann sind Teil der stimmungsvollen Zeremonie.
Es folgte die Ehrung verdienter Schützen, unter anderem von Karl Busch für 60 Jahre und Günther Alberding, Norbert Lück Karl Busch und Berthold Schuchardt für 40 Jahre Mitgliedschaft. Hans-Jürgen Baumann wurde zum Ehrenschriftführer ernannt. Rene Stromberg wurde zum Fahnenoffizier und Stefan Rolwes zum Hauptfeldwebel befördert.

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Mutter und Tochter reisten aus Hamburg an, um beim Schützenfest in Langenthal dabei zu sein.

© Foto: Siebrecht


Anschließend wurde zur Musik der Matthias-Witt-Band aus Erfuhrt ausgelassen gefeiert. Nach zehn Jahren mit der Band Enjoy hatte sich der Vorstand für einen Wechsel entschieden.
Auf die Schützen wartete noch ein abwechslungsreiches Programm am Wochenende mit Gottesdienst, Festumzug am Sonntag mit Gastvereinen und Konzert des Musikvereins Menne, dem Frühschoppen der Männer und dem Umzug der Frauenkompanie am Montag und dem Gesellschaftsabend der Frauen, bei dem die Männer bis Mitternacht von der Tanzfläche verbannt werden.
Das Schützenfest in Langenthal ist wirklich anders und das Motto „Dabei sein ist alle“ gilt für viele Einheimische und Gäste aus der Nachbarschaft, die sich auch auf diese 62. Schützenfest in Langenthal (ohne Unterbrechung) gefreut hatten.

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