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„DigitalPakt-Schule“

Fünf weitere Schulen profitieren

Landkreis Kassel (wrs) - Nachdem bisher bereits 14 Schulen des Landkreises aus Mitteln des "DigitalPakts-Schule" profitieren konnten, können jetzt an fünf weiteren Schulen die notwendigen Elektroarbeiten für die Verbesserung der schulinternen Netzinfrastruktur anlaufen. "Der Kreisausschuss hat die Aufträge für die Christine-Brückner-Schule Bad Emstal, die Baunsbergschule und die Langenbergschule in Baunatal, die Ernst-Abbe-Schule in Kaufungen und die Grundschule Söhrewald-Wellerorde freigegeben", informiert Landrat Andreas Siebert. Das Gesamtvolumen der Aufträge beläuft sich auf rund 1,3 Millionen Euro, die Aufträge gingen an Unternehmen aus Kassel und Lohfelden.
Mit den Arbeiten wird in 204 Räumen der fünf Schulen eine einheitliche und technisch aufeinander abgestimmte digitale Lehr- und Lerninfrastruktur entstehen. Dafür ist eine Modernisierung der vorhandenen Starkstrom- und Fernmeldeanlagen sowie der Informationstechnik erforderlich. Insgesamt werden unter anderem 19.755 Meter Leitungen und 34.600 Meter Datenkabel verlegt sowie 465 Anschlussdosen für HDMI, USB und Video und eine Vielzahl neuer Zugänge zum Schulnetzwerk eingebaut.
"Wir werden Schritt für Schritt die Netzwerke aller Schulen im Landkreis weiter so modernisieren, dass digitales Lernen endlich Schulalltag werden kann", so Siebert abschließend.
Hintergrund:
Der Digitalpakt Schule ist ein Förderinstrument bestehend aus kombinierten Mitteln von Bund (43 Prozent) und Land (7 Prozent), die ausschließlich den Schulträgern (Landkreisen und kreisfreien Städten) zur Verfügung gestellt werden. Der Landkreis Kassel trägt 50 Prozent als Eigenanteil.
Die für die Umsetzung des Digitalpakts benötigten Mittel – für den Landkreis Kassel bis zu 23 Mio. Euro – müssen zweckgebunden eingesetzt werden. Mindestens 80 Prozent der Mittel müssen in die Errichtung/Ausbau der schulinternen Breitband-Infrastruktur fließen. Die überwiegende Anzahl der schulinternen Netzwerke ist bislang nicht in der Lage, die am Hausanschluss anliegenden Bandbreiten bis in die Räume zu transportieren. Ein Austausch – auch der bisherigen Kabel – und ein Ausbau der Vernetzung sind daher in großem Umfang in den Schulen nötig. Die Schulen müssen für den Digitalpakt ein pädagogisch-technisches Einsatzkonzept entwickeln, das Grundlage für die Beantragung der Fördermittel ist.
Der Landkreis Kassel hat zwei Mitarbeiter ausschließlich für die Bestandsaufnahme und den Soll-Abgleich in den 72 Schulstandorten im Fachbereich Immobilienmanagement eingesetzt. Die Bedarfsplanung für alle 72 Schulstandorte wurde im Frühjahr 2021 abgeschlossen. Um die Bauleistung (Verlegung von Kabeln, usw.) ausschreiben zu können, mussten in einem nächsten Schritt zunächst Ingenieur-Büros die genauen Leistungen bestimmen und definieren. Diese Ingenieurleistung wurde für das erste Paket von Schulen zum großen Teil abgeschlossen. Bisher profitieren folgende Schulen von den Fördermitteln: Christine-Brückner-Schule Bad Emstal, Sieburgschule und die Marie-Durand-Schule in Bad Karlshafen, Brüder-Grimm-Schule Baunatal-Rengershausen, Baunsbergschule Baunatal, Langenbergschule Baunatal-Großenritte, Braunsbergschule Breuna, Grundschule Espenau, Burgbergschule und Heinrich-Grupe-Schule in Grebenstein, Lilli-Jahn-Schule und Freiherr-vom-Stein-Schule in Immenhausen, IGS Kaufungen, Ernst-Abbe-Schule Oberkaufungen, Regenbogen- und Söhre-Schule in Lohfelden, Ahnatalschule und Grundschule Niedervellmar in Vellmar sowie Grundschule Söhrewald-Wellerode.
Aufgrund der geltenden Vergaberichtlinien müssen für die Suche der Planer "Pakete" ausgeschrieben werden. Die Ausschreibung der Planungsleistungen für eine einzelne Schule ist nicht möglich. Durch die vorgeschriebene Zusammenfassung der Planungsleistung erhöht sich das finanzielle Volumen, sodass bestimmte Schwellenwerte überschritten werden und eine EU-weite Ausschreibung vorgenommen werden musste. Dieses EU-weite Verfahren dauert aufgrund vorgegebener Ausschlussfristen mindestens drei Monate. Alle Maßnahmen im Rahmen des "DigitalPaktSchule" sollen bis Ende 2024 umgesetzt sein.

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