Drucken Versenden
Bad Karlshafen GmbH nutzt Sperrung für Optimierungen

Für die Zeit nach Corona gerüstet!

Bad Karlshafen (bs) - Die Corona-Krise hat die Bad Karlshafen GmbH, wie auch andere Kur- und Touristik-Unternehmen, vor große Probleme gestellt und die Saison-Planungen vorerst zu Nichte gemacht.

Bild anzeigen

Veranstaltungen, bei denen der Hafen im Mittelpunkt steht werden weiterhin geplant.

© Foto: Siebrecht

Nach dem bekannt war, dass die Weser-Therme am 15. März 2020 schließen muss, fand eine Betriebsversammlung statt. Prokuristin Martina Abel hatte kurzfristig ein Sanierungskonzept erarbeitet welches den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, zusammen mit Geschäftsführer Rainer Kowald vorgestellt wurde. Mit der Zustimmung des Personals konnte das Konzept umgesetzt und eine sofortige Kurzarbeit verhindert werden. Das finanzielle Entgegenkommen wurde von den Mitarbeitern sehr wohlwollend aufgenommen.
Unter Einhaltung der notwendigen Hygienemaßnahmen wurde in täglich zwei Schichten mit den umfangreichen Arbeiten begonnen. Umkleidebereiche, Wellness- und Massagebereich, Nebenräume und Flure erhielten einen neuen Anstrich. Die Theken in Gastronomie, Wellness-Abteilung und dem Empfangsbereich wurden aufgearbeitet, ebenso Fugen erneuert und schadhafte Fliesen ausgewechselt. Größere Fliesenschäden an zwei Becken konnten ebenfalls beseitigt werden. Die jährliche Großreinigung, die für Mai geplant war, wurde ebenfalls vorgezogen. Ein großer Dank gilt den Mitarbeitern der Weser-Therme, die sich bei all den Arbeiten immens eingesetzt haben. Zum jetzigen Zeitpunkt ist noch nicht abzusehen, wann der Betrieb wiederaufgenommen werden kann. Die Kurzarbeit, die alle Betriebssparten der Bad Karlshafen GmbH betrifft, wurde zum 1. April genehmigt, durch die Weiterbeschäftigung aber erst zum 20. April umgesetzt.

Bild anzeigen

Die Hessen wartet am Kai auf ihren Einsatz.

© Foto: Siebrecht


Im Bereich der Tourist-Information hat man sich ebenfalls lange anstehender Arbeiten angenommen. Das Büro selbst ist für den Publikumsverkehr geschlossen, das Telefon aber montags bis donnerstags von 10 bis 16 und freitags bis 13 Uhr besetzt. Neben internen Büroarbeiten und Planungen stand die Verschönerung des Eingangsbereiches im Vordergrund, eine Maßnahme die nicht mehr verschoben werden durfte. Da der Hauseigentümer eine Außensanierung des Gebäudes erst für 2021 geplant hat, musste hier die GmbH selbst tätig werden. Die Neugestaltung des Foyers konnte durch eigenes Personal bereits abgeschlossen werden. Eine neue Beschilderung an der Fassade sowie Blumenkästen werden in den kommenden Wochen folgen. Auch den Mitarbeiterinnen der Tourist-Information, die sich tatkräftig eingesetzt haben, gilt der Dank der Geschäftsführung. Zukünftig wird die Tourist-Information an Wochenenden und feiertags in der Saison von 11 bis 17 Uhr geöffnet haben. Während der Saison sind gerade an den Wochenenden viele Gäste in der Stadt, denen zukünftig fachkundige Ansprechpartner zur Verfügung stehen.
Das Fahrgastschiff „Hessen“ hat den Winterhafen in Corvey verlassen und liegt nun wieder in Bad Karlshafen. Auch hier sind intensive Verschönerungsarbeiten von der Crew durchgeführt worden, wie lange nicht mehr. Der Einsatz hat sich gelohnt und die Hessen erstrahlt. Auch hier gilt der Crew Anerkennung für den Einsatz. Spaziergänger haben sich täglich dort vom Fortgang der Arbeiten überzeugen können und sich lobend geäußert.

Bild anzeigen

Im Zufluss-Kanal von der Diemel soll Schilf gegen Grünalgen angesiedelt werden.

© Foto: Siebrecht


Für April lagen schon Aufträge für sehr attraktive Charterfahrten vor, die leider storniert werden mussten. Sobald Fahrten wieder zugelassen sind, wird der Sommerfahrplan aufgenommen. Das Fahrgastschiff „Hessen“ ist eine große Attraktion für Bad Karlshafen und ein Alleinstellungsmerkmal. Für Gäste und Bürger, sowie die Region, ein ausgezeichnetes Angebot.
Für die Vermarktung des barocken Binnenhafens ist die GmbH ebenfalls verantwortlich und hat mit der Verpachtung der Liegeplätze begonnen. Um einer Algenplage wie im letzten Jahr vorzubeugen, hat unter der Federführung von Bürgermeister Marcus Dittrich, und in Zusammenarbeit mit einer Biologin der Goethe-Universität Frankfurt, eine intensive Untersuchung stattgefunden. Das Ergebnis der Untersuchungen soll nun kurzfristig umgesetzt werden. So wird der Kanal von der Diemel zum Binnenhafen mit einer Kiesschicht versehen und anschließend mit Schilf bepflanzt. Wie dies bei vielen Natur-Freibädern erfolgreich angewendet wird, sollen dann die Nährstoffe aus dem Zufluss der Diemel entzogen werden und somit eine Algenbildung deutlich verringern. Nach Durchführung der Aktion wird das Hafenbecken auf das ursprüngliche Niveau gefüllt und kann von den Booten angefahren werden.
Momentan werden Veranstaltungen geplant, die den Hafen dann zukünftig in den Mittelpunkt stellen werden. Dieser ist ein Alleinstellungsmerkmal für das Heilbad und die Hugenottenstadt Bad Karlshafen. Ein Highlight für Gäste und Bürger.
Für die Zeit nach „Corona“ ist bei der Bad Karlshafen GmbH alles vorbereitet und wir hoffen auf eine baldige Entspannung der Lage, wobei die Gesundheit von Gästen und Bürgern absoluten Vorrang hat“, erklärte Rainer Kowald, Geschäftsführer der Bad Karlshafen GmbH

Bilder & Videos

Diesen Artikel versenden

Absender-E-Mail:*
Empfänger-E-Mail:*
Nachricht:*

* Pflichtfelder