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Historischer Schatz aus Trendelburg

Gedenktafel erinnert an Fruchtspeicher

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Eine Gedenktafel erinnert an den ehemaligen Fruchtspeicher in der Domäne Trendelburg. Mit zwei Fotos gab Diethard Rindermann (re.) die Dimension des imposanten Gebäudes wieder. Bürgermeister Martin Lange (li.) und Museumsleiter im Hessenpark, Jens Scheller.

© Foto: Seidenst├╝cker

Von Inge Seidenstücker

Trendelburg – Bereits in den 1970er Jahren erkannte man im Hessenpark den historischen Wert des als Fruchtspeicher genutzten Gebäudes aus dem 16. Jahrhundert aus Trendelburg. Er wurde 1975 am Ursprungsort abgebaut und bis 1978 im Freilichtmuseum Neu-Anspach wiederaufgebaut.
Das etwa 40 Meter lange und 14 Meter breite Gebäude wurde im Erdgeschoss einst als Schafstall mit rund 1.000 Schafen genutzt und verfügt über drei Obergeschosse, die als Speicher für die Ernteerträge des Landgrafen dienten. Es ist das größte Fachwerkhaus im Hessenpark und die Holzkonstruktion ist so konzipiert, dass sie großes Gewicht tragen konnte. In den letzten Jahren wurde das Gebäude derart restauriert, dass es sich nun wieder so präsentiert, wie es ursprünglich ausgesehen hat, erklärte Jens Scheller, der Museumsleiter des Hessenparks bei der Enthüllung einer Gedenktafel am ursprünglichen Standort in der Domäne in Trendelburg.
So brauchte es einige Recherche um der einstigen Architektur auf die Spur zu kommen, betonte der Museumsleiter und einige Änderungen wurden im Zuge der jüngsten Restaurierung zurückgebaut. Das Erdgeschoss kann nun wieder für Veranstaltungen, wie Hochzeiten, private Feiern oder Kongresse genutzt werden. Im Obergeschoss gibt eine Ausstellung Aufschluss über die Geschichte des Gebäudes. Insgesamt wurden hier über zwei Millionen Euro investiert.
Zur Enthüllung der Gedenktafel waren neben dem Bürgermeister Martin Lange und Vertreter des Trendelburger Heimatvereins auch einige Bürger aus Trendelburg zugegen. Darunter auch Zeitzeugen, wie Edgar Partosch, der als Jugendlicher im Saatzuchtbetrieb, welcher den Fruchtspeicher zuletzt in Trendelburg nutzte, arbeitete.
Sehr erfreut zeigte sich auch Bürgermeister Lange darüber, dass mit dem historischen Gebäude im Hessenpark, Trendelburg auch überregional noch bekannter wird. Es sei ein gelungenes Beispiel von Nachhaltigkeit in der Denkmalpflege, betonte er.
Wer sich den Fruchtspeicher im Original ansehen möchte hat dazu Gelegenheit am Samstag, dem 10. September 2022. Dann bietet der Heimatverein eine Busfahrt in den Hessenpark an. Anmelden kann man sich unter Tel. 0177/8232022 oder 0172/5282905.

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