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Musterstollen Glück-Auf-Anlage

Geschichte sichtbar gemacht

Von Inge Seidenstücker

Holzhausen – Die Eco-Pfade im Landkreis Kassel zeigen die Geschichte in der Region und geben mit Informationstafeln einen Eindruck in die Entwicklung der menschlichen Arbeit.

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Georg Schulz (li.), Sprecher des Arbeitskreises Dorfgeschichte und Zeitzeuge Franz Kafko mit den Urenkeln Hannes und Paul am Musterstollen Kleeberg.

© Foto: Seidenstücker

Einer der markanten Orte wurde nun vom Arbeitskreis Dorfgeschichte neugestaltet. So wurde ein Musterstollen an der „Glück-Auf-Anlage“ am Kleeberg in Holzhausen errichtet. Dieser soll einen Eindruck vermitteln über den Braunkohleabbau, der hier von 1923 bis 1955 betrieben wurde. Einst von der Firma Wegmann aus Kassel betrieben, baute diese hier Kohle für den Eigenbedarf ab. Viele Menschen aus der Region arbeiteten dort untertage. Einer davon, der 94-jährige Franz Kafko war bei der Einweihung des Musterstollen zugegen und konnte als Zeitzeuge den Gästen einiges über die damalige Arbeit untertage berichten.
Der Musterstollen gibt ein ziemlich getreues Abbild wieder, denn er wurde nach den Aufzeichnungen der Firma Wegmann nachgebaut.

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Sprecher des Arbeitskreises Dorfgeschichte, Georg Schulz (Mitte) bei der Einweihung des Musterstollens in der Schutzhütte am Kleeberg.

© Foto: Seidenstücker

Georg Schulz, der Sprecher des Arbeitskreises dankte ganz besonders den Förderern der Kasseler Fieseler-Stiftung, Kay Rohde, der den Kontakt vermittelte und Wolfgang Bode von der Firma Wegmann. „Ohne deren finanzielle Unterstützung hätte das Projekt nicht umgesetzt werden können“, betonte Schulz. Weitere Unterstützung gab es durch die Zimmerei Meyer aus Holzhausen und Diethelm Robrecht. Hessen-Forst begleitete das Projekt ebenfalls. Schulz dankte auch den Mitgliedern des Arbeitskreises, die mit ihrer Arbeit zur Pflege der Wege und Tafeln sowie der Aufbereitung des ein oder anderen Fundstückes und besonders durch die Führungen von Wandergruppen den Eco-Pfad lebendig halten.
„Wir widmen dieses Projekt der Öffentlichkeit um den Eco-Pfad und die Wanderungen im Naturpark Reinhardswald zu bereichern und hoffen, dass wir lange ohne Vandalismus daran Freude haben“, sagte Schulz abschließend.

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