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Autokorso der Schlachtbetriebe

Heimische Metzger zeigten Flagge

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Mit einem Autokorso durch Hofgeismar und Wolfhagen wollten sich die regionalen Fleischereibetriebe ganz klar von den Großschlachtereien absetzen.

© Foto: Seidenst├╝cker

Von Inge Seidenstücker


Hofgeismar – Angesichts der aktuellen Meldungen massiver Corona-Infektionen in großen Schlachtbetrieben, bezogen die Metzger der Innung Hofgeismar-Wolfhagen, mittels eines Autokorsos ganz klar Stellung. „Wir beziehen unser Schlachtvieh von Bauern aus unserer Region“ oder „wir kennen unsere Mitarbeiter“, war von den 13 Metzgerbetrieben, die zur Innung gehören, zu vernehmen.

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Vor dem Start des Autokorsos trafen sich etwa zehn Fleischereibetriebe der Innung Hofgeismar/Wolfhagen und bezogen Stellung.

 

© Foto: Seidenst├╝cker

Start des Korsos war auf dem Viehmarktplatz. Von dort zogen die Autos mit Viehanhänger durch Hofgeismar nach Wolfhagen und protestierten somit gegen die Massentierhaltung und die unhaltbaren Zustände in den Großschlachtereien sowie die Praxis der Werkverträge. Die Fleischerinnung Hofgeismar/Wolfhagen war die einzige, die ihre Stellung so zum Ausdruck brachte. Auch einige Radio- und Fernsehsender wurden darauf aufmerksam.
„Als selbstschlachtender Fleischereibetrieb können wir sogar Einfluss auf die Fütterung des Viehs nehmen“, sagte Fleischermeister Uwe Köhler. Ebenso kennt man seine Mitarbeiter und betrachtet sie fast als Familienangehörige.
Leider würden die selbstschlachtenden Betriebe in der Region immer weniger. Schuld daran seien die Großschlachtereien, in denen die Waren zu Dumpingpreisen auf den Markt kommen.
So ist es sicher ein Unterschied, wenn man, wie z.B. bei Köhler etwa 80 Tiere in der Woche schlachte oder tausende am Tag in den Großschlachtereien.
Das Fleischerhandwerk steht für Qualität und will sich klar absetzen gegenüber den Schlachtfabriken.

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