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Umfrage der hessischen IHKs

Hohe regionale Nachfrage nach Soforthilfe

Hessen (cp) - Im Rahmen einer Umfrage der hessischen IHKs zur Nutzung der Soforthilfe und anderer Unterstützungsmaßnahmen im Zuge der Corona-Krise durch Betriebe in Hessen, durchgeführt in der Zeit vom 15. bis zum 21. April 2020, antworteten landesweit knapp 920 Unternehmen, in Nordhessen und dem Altkreis Marburg rund 115 Unternehmen, wie die IHK Kassel-Marburg jetzt mitteilte.

76,3% der Betriebe, aus dem Bezirk der Industrie- und Handelskammer (IHK) Kassel-Marburg, haben bislang die Corona-Soforthilfe des Landes Hessen beantragt, beziehungsweise haben vor diese zu beantragen.
„Wir haben damit gerechnet, dass die Soforthilfe auf eine große Nachfrage trifft. Gerade kleinere Unternehmen befinden sich in einer sehr schwierigen Situation: Sie sind oft auf Liquidität angewiesen“, so IHK-Hauptgeschäftsführerin Sybille von Obernitz. „Unser Wunsch war und ist, dass die Anträge unkompliziert gestellt werden können und die Hilfe die Unternehmen schnell erreicht.“ 70,1% der befragten regionalen Betriebe gaben an, dass sie keine Probleme bei der Antragstellung hatten. 67,2% haben bereits Geld erhalten.
55% der antwortenden Unternehmen aus Nordhessen und dem Altkreis Marburg, der ebenfalls zum IHK-Bezirk gehört, teilten mit, dass sie nur noch bis Ende Mai ohne Zuschüsse und Förderungen unternehmerisch überleben könnten.
Weitere Förderprogramme in den Fokus des Kriseninstrumentariums rücken
Hinsichtlich der Bekanntheit und Nutzung weiterer Finanzierungsinstrumente in der Krise bestehe laut Ergebnis der Umfrage noch ein Informationsbedarf. 28,1% der befragten Unternehmen gaben an, sie kennen neben der Soforthilfe keine weiteren Förderprogramme. „Im Beirat der Wi-Bank (Förderbank des Landes Hessen) haben alle Akteure besprochen, noch stärker zu den verschiedenen Programmen zu informieren, um die bestmöglichen Bedingungen für die betroffenen Unternehmen in dieser Krise zu schaffen“, so Sybille von Obernitz. Viele IHK-Mitarbeiter stehen für eine Beratung zu den Förderprogrammen zur Verfügung. Darüber hinaus hat die IHK eine Hotline zur Corona-Soforthilfe des Landes geschaltet: Unter der Telefonnummer 0561 7891-100 beraten die Mitarbeiter der IHK bei Fragen rund um die Antragstellung. Die IHK hat zudem eine Übersicht der finanziellen Hilfen unter www.ihk-kassel.de/corona erstellt, die permanent aktualisiert wird.
Neben der Soforthilfe wurden die Unternehmen zur Inanspruchnahme weiterer Liquiditätshilfen befragt. Kurzarbeitergeld und Steuerstundung wurden dabei mit Abstand am häufigsten genannt.

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