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Kreis-Arbeitsgruppe legt Leitfaden für Dorfkerne vor

Innenentwicklung als Zukunftsperspektive

Landkreis Kassel (hak) - „Mit dem neuen Leitfaden zur Innenentwicklung in den Dörfern und Ortsteilen im Landkreis Kassel wollen wir eine Hilfestellung für alle Engagierten in den Kommunen geben“, fasst Landrat Uwe Schmidt die Idee der knapp 40seitigen Publikation zusammen, die im Kreishaus Kassel vorgestellt wurde. Der Leitfaden zur Innenentwicklung wurde von der gleichnamigen Arbeitsgruppe des Arbeitskreises Demographie des Landkreises Kassel zusammengestellt.

Schmidt: „Wie es im Ortskern aussieht und wie attraktiv dort wohnen, einkaufen und arbeiten ist, gehört zu den wichtigsten Themenbereichen der zukünftigen Entwicklung eines Ortes“.

„Der Leitfaden soll als Orientierungshilfe und praktischer Ratgeber dienen, um Prozesse zur Innenentwicklung zu initiieren, zu strukturieren und zu unterstützen“, erläutert der Trendelburger Bürgermeister Kai Georg Bachmann, Sprecher der Arbeitsgruppe. Um die Thematik möglichst praxisnah aufzubereiten, werden gelungene Beispiele für kommunale Aktivitäten und passende Förderprogramme vorgestellt. „Unsere Erfahrung mit anderen Publikationen zu den Folgen des demographischen Wandels wie zum Beispiel zur Mobilität im ländlichen Raum zeigt, dass genau dieser praxisnahe Ansatz bei den Verantwortlichen in den Kommunen gut ankommt“, bestätigt Landrat Schmidt. Der Leitfaden richtet sich an die Mitglieder kommunaler Gremien, wie Gemeindevertretungen oder Ortsbeiräte, an Bürgermeister und Verwaltungen sowie an alle interessierten Bürger.

Die Bandbreite der im Leitfaden vorgestellten Themen reicht von Hinweisen zur Bestandsaufnahme der aktuellen Situation über die Aktivierung und Beteiligung der Bevölkerung bis hin zu einem aktiven Leerstands- und Flächenmanagement in einer Kommune. „Damit ein Ort auf dem Weg in eine gute Zukunft ist, müssen die Ortskerne belebt werden und es müssen Freiräume für die bauliche Entwicklung geschaffen werden“, betont Schmidt. Am wichtigsten sei allerdings, die Bürger „von Anfang an mitzunehmen und so die Identifikation der Einwohner mit ihrem Ort zu stärken“.

„Es gibt eine Vielzahl von möglichen Handlungsoptionen und dazugehörige Fördermöglichkeiten – der Leitfaden bündelt die unterschiedlichen Vorgehensweisen und Angebote“, informiert Peter Nissen, Leiter des Servicezentrums Regionalentwicklung des Landkreises. Es gehe in Zeiten des demographischen Wandels nicht um die „Verwaltung des Niedergangs“ sondern darum „Umbruchssituationen als Chance zu begreifen“. Zukunftsperspektiven für die Ortskerne zu entwickeln, sei eine Pflichtaufgabe für die Kommunalpolitik und die Kommunalverwaltung. „Wir können dabei immer gern unterstützen; die Initiative muss aber aus der jeweiligen Gemeinde kommen“, betont Landrat Schmidt. „Unsere Erfahrungen in Trendelburg zeigen, dass aktive Orte auch attraktive Orte werden – mit dem Leitfaden kann man jetzt das geeignete Konzept für den eigenen Orts- oder Stadtteil entwickeln“, bestätigt Bürgermeister Bachmann.

Der Leitfaden ist beim Servicezentrum Regionalentwicklung des Landkreises Kassel, Manteuffel-Anlage 5 in Hofgeismar (Ansprechpartnerin: Patricia Ruffini, Tel.: 05671/8001-2452, Email: patricia-ruffini@landkreiskassel.de) sowie als Download auf der Internetseite www.landstaerken.de und auf der Internetseite des Landkreises www.landkreiskassel.de abrufbar.

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