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Kreativ durch die Corona-Pandemie

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Schlagzeuglehrer Dirk Osterberg mit seinem Schüler Jonathan Herbold.

© Foto: Musikschule Hofgeismar

Von Kerstin Aderholz

Hofgeismar - Vielen Branchen und Institutionen hat die Corona-Krise in den letzten Monaten sehr zugesetzt und auch nach den Lockerungen macht sie vielen noch zu schaffen.

Auch die Musikschule Hofgeismar sah sich von einem auf den anderen Moment mit dieser Krise konfrontiert. Ab dem Lockdown im März hieß es hier entweder den totalen Stillstand in Kauf zu nehmen oder kreative Wege zu finden, um einen möglichst großen Teil des Angebots aufrecht erhalten zu können.

Not macht bekanntlich erfinderisch, sodass sich in Zusammenarbeit der Musikschulkräfte, Schüler und Eltern kreative Lösungen entwickelten, um einen sicheren Unterrichtsbetrieb im Rahmen der Möglichkeiten aufrecht zu erhalten.

Vor allem die digitale Welt spielte hier zu Anfang eine große Rolle, da in den ersten Wochen der Beschränkungen kein persönlicher Kontakt zwischen Schülern und Lehrern möglich war.

Je nach Voraussetzungen der jeweiligen Internetanbindung und Hardware wurden eifrig Wege entwickelt, um miteinander in Kontakt zu bleiben. Ob Video-Tutorials oder Video-Unterricht, WhatsApp oder SMS bis zu ausführlichen Telefonaten - die Kommunikationsmöglichkeiten wurden auf unterschiedlichsten Wegen genutzt.

Im Zuge der Lockerungen im Mai konnte unter strengen Hygieneauflagen auch der Präsenzunterricht wieder starten, was für die Musikschule wiederum neue Herausforderungen bedeutete, die aber mit der Entwicklung eines ausgefeilten Konzeptes angegangen und gelöst wurden.

Neben den Abstandsregeln und Händehygiene - wie es mittlerweile alle aus dem Alltag kennen - mussten z.B. solche Dinge geklärt werden wie die Entsorgung des Kondensats, welches sich in Blasinstrumenten natürlicherweise sammelt, oder welche Abstände bei Gesangs- und Blasinstrumentunterricht gewahrt werden müssen, wo sind Abtrennungen mit Plexiglasscheiben notwendig etc. Auch Gruppen, die üblicherweise gemeinsam unterrichtet werden, wurden entsprechend aufgeteilt.

All dies verlangte Lehrern, Bürokräften, Schülern und Eltern ein enormes Maß an Flexibilität, Kreativität und aufwändiger Organisation ab, wofür Musikschulleiter Simon van Zoest allen Beteiligten ein großes Lob ausspricht.

Sehr schade, aber zurzeit leider nicht zu ändern, ist der weitgehende Ausfall der Kooperationsangebote in den KiTas und weiteren Einrichtungen. Während in der Gustav-Heinemann-Schule ein beschränktes Angebot möglich gemacht wurde, ist so etwas bei den Kleinsten einfach nicht gefahrlos möglich - vor allem, weil hier Kinder aus unterschiedlichen Gruppen in Kontakt kämen.

Auch wenn sich die zur Verfügung stehenden digitalen Möglichkeiten als nützliche Instrumente in der Pandemie erwiesen haben, wünscht sich Simon van Zoest baldmöglichst wieder einen "ganzheitlichen, lebendigen Musikschulorganismus". Seiner Überzeugung nach kann nichts den Präsenzunterricht mit persönlichem Kontakt zwischen Lehrern und Schülern ersetzen. Allerdings werde man von den gesammelten Erfahrungen und Fortschritten in Sachen digitaler Unterricht auch profitieren. Denn sollten sich auch nach der Pandemie einzelne Umstände ergeben, weshalb in Ausnahmefällen kein Präsenzunterricht stattfinden kann, weiß man sich dann in der Musikschule Hofgeismar zu helfen.

Die Musikschule nimmt weiterhin Anmeldungen an und erteilt gerne Informationen rund um den Unterricht und aktuelle Schutzmaßnahmen. Telefonisch ist die Musikschule unter 05671/2789 zu erreichen sowie im Internet auf der Seite www.musikschule-hofgeismar.de.

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