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Kreis unterstützt Verein gegen sexualisierte Gewalt

Region Kassel (hak) - Der Landkreis Kassel unterstützt den Verein gegen sexualisierte Gewalt Kassel e.V mit einem jährlichen Zuschuss von 30.000 Euro. "Wir erhalten Mittel des Landes, mit denen wir soziale Vereine, Verbände und Institutionen unterstützen können", informiert Landrat Andreas Siebert. Aus diesen sogenannten kommunalisierten sozialen Hilfen des Landes profitiert der Ende 2020 gegründete Trägerverein, der die Beratungsstelle bei sexualisierter Gewalt in Stadt und Landkreis übernommen hat.
"Die Neugründung des Trägervereins hat zum Ziel, die bisherige Arbeit der Beratungsstelle mit dem Namen Amani des Vereins 1. Mädchenhaus Kassel e.V., die sich auf die Beratung von jungen Frauen konzentriert hatte, breiter aufzustellen", erläutert der Leiter des Fachbereichs Soziale Dienste und Migration Jörg Roßberg. Der Verein 1. Mädchenhaus Kassel e.V. heißt seit diesem Jahr Fachberatungsstelle bei sexualisierter Gewalt – kurz faX – und ist Teil des neuen Vereins gegen sexuelle Gewalt Kassel e.V.
Die Beratungsstelle hat zum Ziel, bei sexualisierter Gewalt an Kindern und Jugendlichen zu beraten und zu unterstützen. Dabei konzentriert sie sich auf die Unterstützung von Vertrauenspersonen, Angehörigen und Fachkräften. Während diese Thematik früher allein weibliche Kinder und Jugendliche betraf, gibt es mittlerweile auch zum Aufgabenbereich der Beratungsstelle, männliche Jugendliche zu beraten. Dafür wurde speziell ein männlicher Mitarbeiter eingestellt.
Um die Arbeit des neuen Trägervereins zu unterstützen, "hat der Kreisausschuss auf Vorschlag der Verwaltung entschieden, die in 2020 nicht mehr genutzten Fördermittel auf das Jahr 2021 zu übertragen, so dass in diesem Jahr der Zuschuss einmalig rund 50.000 Euro beträgt", so Roßberg weiter. Der Verein will mit diesen Mitteln besonders die Öffentlichkeitsarbeit verstärken. Roßberg: "Während in Kassel und in den Kommunen, die direkt an Kassel angrenzen die Beratungsstelle bekannt ist, ist dies in den ländlicheren Regionen im Norden und Westen des Landkreises noch nicht der Fall". Die Beratungsstelle wird auch ihre Website neugestalten, neue Flyer entwerfen sowie Laptops für Beratungstermine vor Ort anschaffen.

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