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Begeisterung mit Edgar Knecht Trio

Krönender Abschluss einer Welttournee in Hümme

Von Inge Seidenstücker


Hümme – Fast wie ein „Wohnzimmerkonzert“ war der Auftritt des Edgar Knecht Trios im Generationenhaus Bahnhof Hümme. Denn in der anheimelnden Atmosphäre des ehemaligen Bahnhofs hatte das Konzert dieser hochkarätigen Musiker vor rund 130 Zuschauern einen sehr privaten Charakter.

Dieser verstärkte sich noch durch die lockere und sympathische Art der drei Künstler, allen voran Edgar Knecht, der die einzelnen Stücke kommentierte und ihre Entstehungsgeschichte erzählte.
Eine fast andächtige Stille herrschte, bevor das Trio die Bühne betrat, doch schon bei den ersten Klängen ließ die Spannung nach. Mit einer beeindruckenden Selbstverständlichkeit flogen die Finger Edgar Knechts über die Tasten des Flügels, der extra vom Generationenverein für dieses Konzert ausgeliehen worden war. Auf seine ihm eigene Weise hat er im Programm „Dance on Deep Waters“ Volkslieder der Romantik verjazzt und ihnen damit eine ganz neue Aussage verschafft. Was im Original eher schwer und dramatisch daherkommt, hatte nun einen satten und temporeichen Sound.
Ganz eins war Knecht mit seiner Musik und dem Piano, die Kontur seiner Person schien mit dem Instrument zu verschmelzen. Nicht weniger spektakulär waren seine Mitstreiter.

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Selbst feinste Nuancen wusste Tobias Schulte mit seinem Schlagzeug zu definieren.

© Foto: Seidenstücker

Auch feinste Nuancen wusste Tobias Schulte an seinem Schlagzeug umzusetzen, wobei er mit vollem Einsatz zuweilen seinen eigenen Körper zur Resonanzübertragung nutzte. Ebenso virtuos zeigte Rolf Denecke, was man einem Kontrabass entlocken kann. Seit nunmehr zehn Jahren sind die drei Freunde und musizieren gemeinsam, was sich auch an ihrem harmonischen Zusammenspiel zeigte.

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Freuten sich über den großartigen Applaus (v.l.): Rolf Denecke, Edgar Knecht und Tobias Schulte.

© Foto: Seidenstücker

Nach vielen Auftritten vom Polarkreis über Russland, USA, Kuba und in vielen anderen Ländern sowie in deutschen Konzertsälen fand die Tournee mit dem Programm „Dance on Deep Waters“ nun im kleinen nordhessischen Hümme ihren krönenden Abschluss. So wie auf ihrer Tournee erhielten die drei Virtuosen auch im Hümmer Bahnhof tobenden Applaus mit Standing Ovations, sodass sie gerne noch mehrere Zugaben spielten.
Für Zuschauer und Musiker war das Konzert gleichermaßen ein ganz besonderes Erlebnis im kleinen aber feinen Rahmen des Hümmer Bahnhofs. „Da ist man einfach näher an den Menschen und das macht sehr viel Spaß“, sagte Knecht.
Auch nach dem Konzert stellte sich das Trio noch den Fragen des Publikums und signierte CDs, die es zum Verkauf mitgebracht hatte.

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