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Neubau Weserbrücke in Bad Karlshafen

Landkreis investiert 10,6 Mio. Euro

Bad Karlshafen (brv) - Nach intensiven Planungen und ersten bauvorbereitenden Maßnahmen startet jetzt der Bau der neuen Weserbrücke.

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Spatenstich: (v.l.) Volker Löwer (Hessen Mobil), Bürgermeister Ullrich Otto und Landrat Uwe Schmidt.

© Foto: Landkreis Kassel

Nach Prüfung einer Vielzahl von unterschiedlichen Varianten für die Brückensanierung im Zuge der Kreisstraße 77 hatte sich der Kreisausschuss des Landkreises Kassel auf Anraten der Brückenexperten von Hessen Mobil dafür entschieden, neben die zu sanierende Weserbrücke in Bad Karlshafen eine neue Brücke zu bauen und diese dann zu verschieben. „Diese Vorgehensweise ist erprobt und wurde bereits bei breiteren Brückenbauwerken zum Beispiel in Kassel angewandt“, informiert Volker Löwer, Leiter des Dezernats Bau Nordhessen von Hessen Mobil.
Der Sanierungsplan sieht vor, dass die Unterbauten der Brücke vollkommen neu erstellt werden. Lediglich Teile der vorhandenen Gründungen verbleiben im Flussbett. Löwer: „Der Straßenkörper der Brücke, der sogenannte Überbau, wird auf einem Behelfsunterbau weseraufwärts neben die vorhandene Brücke gebaut und nach Fertigstellung auf den neuen Unterbau am bisherigen Standort verschoben“.
 Als nächstes werden weseraufwärts parallel zur bestehenden Brücke Behelfspfeiler und Behelfswiderlager errichtet, auf die der neue Überbau der Kreisstraße hergestellt wird.
Löwer: „Bis zur Fertigstellung der Behelfsbrücke läuft der Verkehr auf der alten Brücke, für die eine Lastbeschränkung auf 24 Tonnen besteht“. Nach Fertigstellung des neuen Überbaus auf den Behelfspfeilern wird der Verkehr auf die Behelfskonstruktion geleitet. Anschließend wird das bestehende Brückenbauwerk abgebrochen und die neuen Pfeiler und Widerlager errichtet.
Während der gesamten Bauzeit, die sich bis 2019 hinziehen wird, ist nur eine vierzehntägige Sperrung der Kreisstraße über die Weser vorgesehen. „Dies ist erforderlich, weil während dieser Zeit der Querverschub des neuen Überbaus erfolgt“, so Löwer weiter. Während der Bauzeit kann es baubedingt zu kurzfristigen Sperrungen kommen, über die rechtzeitig informiert wird.
Bei Vollsperrung der Brücke, die die einzige Verbindung in Bad Karlshafen über die Weser darstellt, wird es für Rettungskräfte im Bedarfsfall nicht einfach sein, den Karlshafener Stadtteil „Vor den Klippen“ zu erreichen. „Für den kurzen Zeitraum werden Notfallrettung und Krankentransporte für die östliche Weserseite von Bad Karlshafen durch einen Rettungsdienst aus dem Nachbarland Nordrhein-Westfalen erfolgen“, berichtet Landrat Uwe Schmidt. Für die Feuerwehr wird während der Vollsperrung auf dem Gelände des Bauhofs der Stadt ein Feuerwehrfahrzeug mit der entsprechenden Besatzung eingestellt. Außerdem werde geprüft, ob eine Weserquerung für Fußgänger und Radfahrer in der Sperrphase durch eine Fährverbindung ermöglicht werden kann.
Nach Ausschreibung der Baumaßnahme konnte die Realisierung der Brückensanierung an eine Bietergemeinschaft aus Aschaffenburg und Darmstadt vergeben werden. Die Gesamtkosten der Sanierung belaufen sich auf rund 10,6 Millionen Euro, von denen der Landkreis rund 3,9 Millionen Euro übernimmt. Die restlichen rund 6,7 Millionen Euro werden aus Bundesmitteln vom Land Hessen als Förderung zur Verfügung gestellt.

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