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Positionspapier an MdB Dilcher übergeben

Mehr Geld für Mehrgenerationenhäuser gefordert

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Bei der Übergabe des Positionspapiers des Bundesnetzwerkes der Mehrgenerationenhäuser machte sich Bundestagsabgeordnete Ester Dilcher ein Bild über die Angebote des Hümmer Generationenhauses. Hier im neuen Kinder- und Jugendraum ließ sie sich auf ein Spiel am Kicker mit Peter Nissen, Vorsitzender Generationenhaus Hümme und den beiden Kulturbotinnen, die derzeit hier arbeiten, ein. (V.l.) Medea Caballero Scheffer, Ester Dilcher, Peter Nissen und Alicia Bock.

© Foto: Seidenstücker

Von Inge Seidenstücker


Hümme – Rund 540 Mehrgenerationenhäuser gibt es bundesweit. Die ersten eröffneten vor etwa zehn Jahren. Angesichts des demographischen Wandels im digitalen Zeitalter sind die Anforderungen stetig gewachsen und erfordern damit auch einen höheren finanziellen Aufwand.
Bislang erhielten die MGHs eine Förderung vom Bund von jährlich 30.000 Euro sowie 10.000 Euro von der jeweiligen Kommune. Dies reiche längst nicht mehr, sagt das Bundesnetzwerk der Mehrgenerationenhäuser. Zur Qualitätssicherung der MGHs für die Zukunft, fordert das Bundesnetzwerk eine Anpassung der finanziellen Ausstattung an veränderte Rahmenbedingungen auf insgesamt 75.000 Euro im Jahr.
Wie dringend eine Anpassung der Förderung ist, machte Peter Nissen, der Vorsitzende des Generationenvereins Hümme, der das Mehrgenerationehaus in Hümme betreibt, der Bundestagsabgeordneten Esther Dilcher deutlich. Sie machte sich vor Ort ein Bild von den Angeboten des Generationenhauses Bahnhof in Hümme.
Das in 2015 in Betrieb genommene Hümmer Generationenhaus wurde bereits 2016 als 501. Generationenhaus in das Bundesförderprogramm Mehrgenerationenhaus aufgenommen und ist eines von zwei MGHs im Landkreis Kassel.
Das Hümmer Haus entwickelte sich schnell zu einem Treffpunkt und Kommunikationszentrum für Jung und Alt und gilt als großer Gewinn für Hümme und die Nachbarorte, betonte Nissen gegenüber der Bundestagsabgeordneten. Rund 1.000 Veranstaltungen werden hier von ca. 15.000 Personen im Jahr besucht. Mittlerweile beschäftigt der Verein drei hauptamtliche Mitarbeiterinnen und sehr viel leisten auch die Mitglieder des Generationenvereins ehrenamtlich. Doch mit den zunehmenden Anforderungen stimme das Verhältnis von Ehrenamtlichen zu Hauptamtlichen nicht mehr und mit den derzeitigen Förderungen könnten nicht genug Stunden von den hauptamtlichen Mitarbeiterinnen geleistet werden, machte er weiterhin deutlich.
Mit der offiziellen Übergabe des Positionspapiers des Bundesnetzwerkes Mehrgenerationenhaus an die Abgeordnete des Bundestages Dilcher, bat Nissen darum, dass sie sich in den anstehenden Haushaltsberatungen für den Bundeshaushalt 2020 für eine angemessene Förderung der Mehrgenerationenhäuser einsetze. Ebenso für das Bundesnetzwerk, welches seine Leistungen mit der derzeitigen finanziellen Unterstützung ebenfalls künftig nicht mehr leisten könne.

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