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Mehrgenerationen-Wohnquartier soll Hofgeismar bereichern

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Der Abriss auf dem Gelände, auf dem das generationenübergreifende Wohnquartier entstehen soll, ist bereits weit fortgeschritten. Zur Präsentation des Projektes trafen sich (v.l.): Sabine Ganter-Shaw (PHB), die Initiatoren Kirsten und Sven Köster (k2s Immobilien KG), Burkhard Wagner und Marvin Goehrke (PHB), Bürgermeister Markus Mannsbarth und Bauamtsleiter Dirk Lindemann.

© Foto: Aderholz

Von Kerstin Aderholz

 

Hofgeismar - Der Erfolg des Petrihauses in Bezug auf maßgeschneiderte Wohnkonzepte mit optionalen Freizeit- und Pflegeangeboten hat sich mittlerweile deutschlandweit herumgesprochen. Doch auch in Hofgeismar ist die Nachfrage nach ähnlichen Angeboten nach wie vor hoch und wird in Zukunft sicherlich noch steigen. Für Kirsten und Sven Köster, die bereits in der Brauhausgasse drei moderne Einfamilienhäuser errichtet und vermietet haben, ein Anlass, ein weiteres großes generationsübergreifendes Wohnkonzept in Angriff zu nehmen. Dafür gründete das Ehepaar die "k2s Immobilien KG", eine Familien KG, der auch die drei Kinder von Kirsten und Sven Köster angehören.

Die Projektidee wurde gemeinsam von Familie Köster und dem Pflegedienst Pflege, Hilfe & Betreuung e.V. (PHB) entwickelt. In Gesprächen mit interessierten Bürgern und Mietinteressenten entstand bei den Beteiligten die Idee, durch eine partnerschaftliche Kooperation von Privatinitiator und Pflegeanbieter, ein für alle Bürger der Gemeinde attraktives und wirtschaftlich tragfähiges Wohn- und Dienstleistungsangebot zu entwickeln, welches die soziale und auch städtebauliche Infrastruktur für alle Altersgruppen verbessern wird. Hierbei sollten von Beginn an möglichst alle potentiellen Mieter aktiv beteiligt und eingebunden werden. Damit wird sicher gestellt, dass weitere Angebote in Bezug auf Zusammenleben und Freizeitgestaltung bedarfsgerecht entwickelt werden.

Kirsten und Sven Köster stellten das Projekt nun gemeinsam mit Bürgermeister Markus Mannsbarth und Bauamtsleiter Dirk Lindemann sowie Burkhard Wagner, Sabine Ganter-Shaw und Marvin Goehrke vom Pflegedienst PHB, der auch die Tagespflege im Petrihaus betreibt, vor:

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So ist das Mehrgenerationen-Wohnquartier geplant.

© Quelle: k2s Immobilien KG

Auf einem Areal in der Westheimer Straße in unmittelbarer Nähe zum Petrihaus wurde der Abriss eines ehemaligen landwirtschaftlichen Gebäudekomplexes, bestehend aus alten Scheunen, Stallungen, Schuppen und einem Wohnhaus, weitestgehend abgeschlossen. Auf der Grundlage der aktuellen Planung soll an diesem Standort sowohl familiengerechter als auch für ältere und pflegebedürftige Menschen geeigneter Wohnraum in Form von zwei Einfamilienhäusern, zwei barrierefreien Fünfparteienhäusern und einem barrierefreien Dreiparteienhaus geschaffen werden. Die Mehrparteienhäuser werden mit einer Brücken- und Terrassenkonstruktion auf der OG- und DG-Ebene miteinander verbunden. Die Größen der insgesamt 15 Wohneinheiten erstrecken sich von 36 bis auf 120 Quadratmeter. Die zentrale Lage in unmittelbarer Nähe zu Fußgängerzone, Einzelhandel, Ärzten, Apotheken und Cafés sowie dem fußläufig zu erreichenden Petrihaus zeichnet den Standort des geplanten Wohnprojektes besonders aus.

Je nach Verfügbarkeit von Bauunternehmen bzw. Handwerksbetrieben ist der Baustart für das Frühjahr 2021 geplant.

Bürgermeister Markus Mannsbarth betonte, die Stadt mache sich bereits seit geraumer Zeit Gedanken darüber, die Innenstadt weiter zu entwickeln. Um den historischen Ortskern mit Leben zu füllen, brauche man die Möglichkeit, dass Menschen dort wohnen können. Die beiden Erfolgsmodelle Petrihaus und die Errichtung der modernen Einfamilienhäuser in der Brauhausgasse in Form eines solchen Wohnquartiers zusammenzuführen erscheint hier als eine hervorragende Lösung. So etwas gehe aber nur, wenn man Menschen habe, die dahinter stehen. "Die Stadt steht 100-prozentig hinter diesem Projekt und freut sich über die Umsetzung."

Unterstützung erfährt das Vorhaben finanziell durch das städtebauliche Förderprogramm „Lebendige Zentren“, welches seit diesem Jahr die bisherigen Programme Aktive Kernbereiche in Hessen sowie Städtebaulicher Denkmalschutz bündelt.

Burkhard Wagner stellte heraus, dass bei der Stadt- und Quartiersentwicklung vor allem Netzwerkarbeit wichtig sei, um Projekte dieser Art voranzubringen. In diesem Fall könne so seitens PHB Unterstützung nach Bedarf angeboten werden, die sich von der Übenahme von Reinigungsarbeiten bis auf eine 24-Stunden-Pflege erstrecke.

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