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Umgang mit dem Coronavirus

Mit verantwortungsbewusstem Handeln sich und andere schützen

Von Kerstin Aderholz

Das Wort des Jahres 2020 dürfte bereits jetzt feststehen: Coronavirus. Die Reaktionen der Menschen auf die als Pandemie eingestufte Infektionswelle sind nach wie vor sehr unterschiedlich. Da gibt es die Leute, bei denen das Virus von Beginn an große Angst ausgelöst hat, dann solche, die einfach abwinken und zur Tagesordnung übergehen und diejenigen, deren Empfinden je nach Inhalt neuer Informationen und eingeleiteter Maßnahmen zwischen Gelassenheit und deutlicher Beunruhigung schwankt.

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© © Landkreis Kassel

Die einen ärgern sich über abgesagte Veranstaltungen und halten dies für überzogen, andere kaufen die Supermärkte leer, um für alle Szenarien gerüstet zu sein. Die Botschaft, dass gründliches Händewaschen mit Seife im privaten Bereich eine ausreichende Schutzmaßnahme ist, scheint wirkungslos zu verpuffen. Die Folge daraus ist, dass dort, wo Desinfektionsmittel und Atemschutzmasken wirklich gebraucht werden, diese knapp werden oder fehlen.
Obwohl in allen Medien mittlerweile gebetsmühlenartig kommuniziert - worum es beim Versuch, die Ausbreitung des Coronavirus so gut wie möglich zu verlangsamen, tatsächlich geht, ist bei vielen Menschen noch immer nicht angekommen:
Bei ansonsten gesunden Menschen verläuft eine Infektion mit dem Coronavirus in den meisten Fällen erfahrungsgemäß mild. Aber: Risikogruppen der Bevölkerung, sprich ältere und kranke Personen, sollen geschützt werden. Dies geschieht einerseits im besten Fall, indem sie sich gar nicht erst infizieren, was aber nicht bei allen gelingen wird. Daher ist es andererseits wichtig, die Ausbreitungsrate der Erkrankung nicht sprunghaft, sondern möglichst langsam ansteigen zu lassen, um eine adäquate Versorgung in den Krankenhäusern, speziell im Bereich der Intensivmedizin, für alle Betroffenen gewährleisten zu können. Ebenso wichtig ist, dass ausreichend Personal im Gesundheitswesen zur Verfügung steht, was wiederum zum Thema genügend Schutzutensilien wie Desinfektionsmittel und Schutzkleidung führt.
Während gesunde Vorsicht und vernünftiges Handeln gute Begleiter im Umgang mit dem Virus sind, ist ausgeprägte Panik kein guter Ratgeber und verleitet oft nur zu blindem Aktionismus und schadet schlimmstenfalls anderen. Es kann also jeder einzelne seinen Beitrag zur Eindämmung der Virusverbreitung leisten, indem empfohlene Verhaltensregeln eingehalten werden und sich nicht jeder seine eigenen „kleinen“ Ausnahmen genehmigt.
Und auch eine gewisse Portion Humor muss in Krisenzeiten wie diesen seinen Platz behalten dürfen: Statt die Lagerbestände von Toilettenpapier zu dezimieren, sollte man vielleicht in Erwägung ziehen, sich – unter Einhaltung der entsprechenden hygienischen Verhaltensregeln – in der nächstgelegenen Buchhandlung mit ausreichend spannendem Lesematerial einzudecken. Unter dem Strich können damit zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden: Zum einen kann man sich damit die Zeit, die man nun vermehrt zuhause verbringt, gut vertreiben und hat eine annehmbare Alternative zum Fernsehen. Zum anderen steht nach dem Auslesen der Lektüre immerhin genügend Papier für alle Fälle zur Verfügung…

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