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Mörderische Kurzgeschichten mit Humor

Von Michael Rubisch

Hofgeismar – Unter dem Titel „Wenn Overbeck kommt“ gastierte Schauspieler Roland Jankowsky am Freitagabend im Gewölbekeller der Hofgeismarer Stadtbücherei. Im Gepäck hatte er mörderische und zum Teil urkomische Geschichten die er dem begeisterten Publikum zum Besten gab.

In der ZDF Krimireihe „Wilsberg“ spielt er den schrägen Assistenten Lars Overbeck, den alle nur beim Nachnamen nennen. Neben der Schauspielerei ist Roland Jankowsky auch gerne als Vorleser unterwegs und bereist die Bühnen der Nation. Er präsentiert spannende Kurzgeschichten die auch den nötigen, teilweise sehr schwarzen, Humor nicht vermissen lassen. Die Vortragsweise des Leseprofis Jankowsky ist dabei sehr eingehend, er arbeitet nicht nur mit den Worten des Schreibers sondern Gestik und Mimik sind perfekt auf das jeweilige Werk abgestimmt.
In einer Geschichte berichtet Jankowsky über die Problematik eines Auftragskillers die gerade getötete Leiche zu beseitigen. Der Mörder trifft beim ersten Versuch die Leiche in einem Tümpel zu werfen auf Ulf, seines Zeichens Serienkiller mit starkem sächsischem Akzent, der ebenfalls versucht eine getötete Person zu entsorgen. Es entwickelt sich eine schwarze aber urkomische Geschichte. „Jetzt schmeißen uns die Ossis schon die Toten in den Tümpel“, flucht da der Protagonist. Da diese Stelle als „Endlager“ nun nicht mehr in Frage kommt versucht es der Killer an einem weiteren Ort wo er „auch schon so zwei bis drei abgelegt hat“. Doch auch dort ist besagter Ulf bereits im Gange und schaufelt ein Loch. Als dann am dritten Ort, einer Kiesgrube, die beiden ebenfalls wieder aufeinandertreffen, beschließen sie sich zusammenzutun. Im großen Finale stellte sich heraus, dass beide gegenseitig jeweils den Auftraggeber des Anderen umgebracht haben und damit es für beide keine „Gage“ gibt. Das Hofgeismarer Publikum bricht schon während der Geschichte in lautes Lachen aus und honoriert das Ende mit viel Applaus.
Zum Abschluss präsentiert Jankowsky noch eine Geschichte aus seiner Wahlheimat Köln. Aus der Sicht einer städtischen Angestellten, die in der Meldehalle des Kölner Bürgerbüros arbeitet, wird dabei ein sehr ungeschickter Unfall in besagter Meldehalle geschildert, der einer Angestellten im wahrsten Sinne des Wortes, den Kopf kostet. „Deutsche Amtsstube live“, wie ein Besucher abschließend kommentiert. Und so endet ein Abend mit abwechslungsreichen Geschichten, die auch den nötigen Humor nicht vermissen ließen.

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