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Sozialpsychiatrisches Zentrum

Neubau im Petri-Viertel eingeweiht

Von Inge Seidenstücker


Hofgeismar – Nach rund 18 Monaten Bauzeit zogen bereits Anfang September 2017 die ersten Bewohner der Baunataler Diakonie Kassel in das neu errichtete Gebäude in der Petristraße in Hofgeismar ein.

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Einrichtungsleiter Frank Treppner und Pfarrerin Brigitte Engelhardt-Lenz mit dem Kronenkreuz in einem der neuen Bewohnerzimmer.

© Foto: Seidenst├╝cker

Dies wurde nun ganz offiziell seiner Bestimmung bei einer Einweihungsfeier übergeben. Erbaut wurde das Sozialpsychiatrische Zentrum, SPZ Wohnen, von der Kurhessenstiftung, die es an die bdks vermietet. So betonte der Kuratoriumsvorsitzende der Stiftung, Dr. Harald Clausen ganz besonders die zentrumsnahe Lage, den Beitrag zur Belebung des Petri-Viertels und ebenso die energieeffiziente und nachhaltige Bauweise. Die Architekten Michael Pleßmann und Thomas Danielzik orientieren sich bei der Planung an der Architektur der Umgebung, so dass sich das Gebäude nun gut in die vorhandene Struktur des Viertels einfügt.
Bei aller Freude über das neue Gebäude wurde aber auch der jüdischen Familie Eisenberg gedacht, die einst hier ihr Wohnhaus hatte. Mit einer Gedenktafel, die demnächst angebracht wird, soll an sie erinnert werden. Zudem wurden die Grundmauern ihres Hauses auf dem Gelände sichtbar gemacht.
Auf die gute Zusammenarbeit mit der Stadt ging Michael Conzelmann, kaufmännischer Vorstand der bdks, ein: „Ein neues Stadtviertel ist im Entstehen“, freute er sich auch über die weiteren Baumaßnahmen, die hier künftig stattfinden werden. Er übergab ein Kronenkreuz, aus Computerschrott hergestellt, an den Einrichtungsleiter Frank Treppner.
Froh, dass das „Sorgenkind“ der Stadt eine neue Nutzung erhält, ist auch Bürgermeister Markus Mannsbarth. Er machte deutlich, dass Hofgeismar sich als soziale Stadt verstehe.
Als ehemaliger Nachbar des bisherigen Wohngebäudes an der Altstädter Kirche, überbrachte auch Pfarrer Markus Schnepel seine Glückwünsche.
Das Gebäude am Altstädter Kirchplatz wird nun saniert. Dort werden Wohnungen für Menschen mit Behinderungen entstehen, informierte die Wohnverbundsleitung Ute Kähler.
In dem neuen Sozialpsychiatrischen Zentrum in der Petristraße sind 18 Wohnplätze und Räume für tagesstrukturierende Angebote für Menschen mit einem psychischen Handicap entstanden. Zusätzlich steht noch ein Notfall-, bzw. Kurzzeitplatz zur Verfügung. Jedes Bewohnerzimmer ist barrierefrei und mit einem eigenen Bad ausgestattet, sechs der Zimmer sind zudem rollstuhlgerecht. Der Neubau ersetzt das alte Wohnheim am Altstädter Kirchplatz, das den heutigen Wohnstandards nicht mehr entspricht.
2,3 Mio. Euro hat der Neubau gekostet, von dem den größten Teil die Kurhessen-Stiftung trägt. Gefördert wird das Bauvorhaben von der Diakonie Hessen. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) unterstützt das Projekt aufgrund seiner energieeffizienten Bauweise.

 

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