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In Corona-Zeiten besonders wichtig

Papier richtig entsorgen

Landkreis Kassel (hai) - „Selbstverständlich wollen auch wir einen Beitrag dazu leisten, dass möglichst wenige Menschen dem Risiko einer Infektion mit dem COVID-19 aus-gesetzt werden“, sagt der Betriebsleiter der Abfallentsorgung Kreis Kassel Uwe Pietsch. Das funktioniert aber nur mit der richtigen Vorarbeit bei der Abfalltrennung. Hygienepapier, wie Küchenkrepp und Feuchttücher, gehören in den Restabfall. Auch Papiertaschentücher kommen aus hygienischen Gründen in den Restabfall, da diese Krankheitserreger enthalten können.
Infolge der Geschäftsschließungen hat sich auch das Kaufverhalten nochmals sehr verändert. Statt im Laden um die Ecke einzukaufen, wird online eingekauft. Durch Bestellungen im Internet steigt die Abfallmenge an Kartons und Pappverpackungen. „Neben den Papierbehältern stapeln sich viele nicht zerkleinerte Kartons. Diese sind bei der Abfuhr schon aus der Ferne in den Straßen zu erkennen“, berichtet Nils Berndt, Disponent bei der Abfallentsorgung Kreis Kassel. „Diese Mengen schaffen wir nicht mehr einzuladen. Häufig ist sogar in den Papierbehältern noch ausreichend Platz, aber die Leute nehmen sich nicht die Zeit, die Kartons zu zerkleinern und zusammen zu falten, sondern stellen diese als Ganzes daneben.“
Das hat Konsequenzen: Das Abfuhrpersonal muss die großen und schweren Kartons per Hand heben, bei Regen weichen die Kartons auf, werden noch schwerer oder verteilen sich in der Umgebung. Zudem füllen die Papierbeilagen die Fahrzeuge schneller und führen zu Verzögerungen der Tourenplanung.
Betriebsleiter Uwe Pietsch: „Selbstverständlich wollen wir auch weiterhin den kompletten Anfall an Altpapier und Kartons dem Papierrecycling zuführen. Es sollte aber in den Abfallbehältern gesammelt werden. Im Landkreis Kassel steht jedem Grundstück eine bedarfsgerechte Anzahl an gebührenfreien Papierbehältern zur Verfügung“.
Jeder Grundstückseigentümer hat die Möglichkeit, bei regelmäßigem Mehrpapieraufkommen den Papierbehälter in einen größeren zu tauschen oder die Anzahl der Behälter zu erhöhen. Die An- oder Ummeldung erfolgt direkt bei untenstehendem Infotelefon der Abfallentsorgung.
Wenn ausnahmsweise mehr Papierabfall oder Kartons anfallen als in die Papierbehälter hineinpasst, z.B. nach einem Umzug oder weil neue Möbel geliefert wurden, können bis zu dreimal jährlich handliche Papierbündel, nicht schwerer als 10 kg pro Einzelstück, oder kleine Kartons neben die Papierbehälter zur Abfuhr bereitgestellt werden. Große Papiermengen werden derzeit in dringenden Fällen kostenfrei an den Entsorgungszentren in Lohfelden und Hofgeismar angenommen.

Was gehört in den Papierbehälter:
Zeitungen, Zeitschriften, Broschüren
Bücher mit Kartoneinband
Verpackungen aus Papier und Pappe
Schreibpapier
Unbeschichtetes Papier

Nicht in den Papierbehälter gehören:
Hygienepapier (z.B. Taschentücher) (Restabfall)
Windeln (Restabfall)
Tapeten (Restabfall)
Getränkekartons (Gelber Sack)
Pappkern von Teppichrollen (Sperrmüll)

Für Fragen und Papierbehälterbestellungen steht die Abfallentsorgung Kreis Kassel unter Tel. 0561/1003-1133 zur Verfügung.

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