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Zwei Drittel der Pflegekräfte sehen negative Auswirkungen

Pflegeuntergrenzen für Kliniken

Berlin (ots) - Die neuen Personaluntergrenzen für pflegesensible Bereiche im Krankenhaus werden von zwei Dritteln der Pflegenden als negativ empfunden. Das ist das überraschende Ergebnis einer Umfrage des Deutschen Berufsverbands für Pflegeberufe (DBfK), die dem Berliner "Tagesspiegel" (Samstagsausgabe) vorliegt. Und auch für die Patienten hat sich dadurch die Situation aus der Sicht einer Mehrheit der Fachkräfte eher verschlechtert als verbessert. 65,2 Prozent der Umfrageteilnehmer beschrieben die Effekte der Personalvorgaben auf ihren Arbeitsalltag als kontraproduktiv. Für die Patienten sahen 52,2 Prozent Nachteile. Am häufigsten kritisierten die Befragten, dass es zu immer neuen Personalumverteilungen ("meist sehr kurzfristig und oft auch stundenweise") komme. Andere beklagten Überlastung, weil die Limits nach unten als Obergrenze missverstanden würden. In 10,3 Prozent der Fälle wurde sogar Personal verringert. Als weitere Negativ-Auswirkungen wurden mehr Konflikte untereinander, höhere Fehlerquoten und eine Zunahme von Leiharbeit genannt. Mehr als 40 Prozent berichteten von größeren Personalverschiebungen, ebenso viele von einer Zunahme an Bürokratie. Und manche beschwerten sich auch über Tricksereien bei den Dokumentationen und Dienstplänen. Man habe in die Untergrenzen "die große Hoffnung gesetzt, dass nun endlich eine rote Linie gezogen würde, die das Schlimmste verhindert und die Grundlage für einen schrittweisen Aufbau von mehr Pflegekapazität in den Krankenhäusern legt", kommentierte der DBfK die Umfrageergebnisse. Tatsächlich sei aber, wie sich jetzt zeige, das Gegenteil des Erwarteten eingetreten: "Der Stress hat noch mehr zugenommen, Fehler häufen sich, zusätzlicher Zündstoff für Konflikte ist entstanden und die so gebeutelten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter reagieren mit Resignation, vermehrtem Krankheitsausfall und sogar Kündigungen."

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