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Naturschutzpreisverleihung

Preise für großes Engagement zum Erhalt der Natur

Von Inge Seidenstücker


Sababurg – Zum vierten Mal verlieh der Landkreis Kassel den Naturschutzpreis an verdiente Personen aus dem Landkreis, die sich für die Natur stark machen. Dabei macht es sich die Jury nicht leicht, betonte Vizelandrat Andreas Siebert bei der Preisverleihung. Diese fand passender Weise im Ambiente der Elchlodge im Tierpark Sababurg statt. „Es ist nicht leicht Menschen zu finden, die sich ehrenamtlich im Naturschutz engagieren“, sagte die Vorsitzende des Naturschutzbeirates des Landkreiseses, Dr. Anna Kuntzsch. Sie freute sich umso mehr mit dem Träger des Hauptpreises 2018, Thomas Weiß aus Zierenberg, einen Naturschützer auszeichnen zu können, der bereits seit 28 Jahren Untersuchungen zur Siedlungsdichte und Brutbiologie des Sperbers durchführt. Doch auch die Weißstörche behält er dabei im Auge und beringt die Jungtiere als auch die jungen Sperber. Von Februar bis Juli erfasst und beobachtet er die Vögel und kartiert seine Feststellungen. Durch seine Arbeit trägt Weiß dazu bei die Zu- und Abnahme der Populationen besser verstehen zu können. Ebenso werden so wichtige Rastplätze und Winterquartiere der Vögel identifiziert und können dadurch besser geschützt werden. Dies alles war Grund für die Jury ihm den mit 1.500 Euro dotierten Preis zu geben.

Ein weiterer Preis in Sachen Naturschutz ging an den Förderverein Kindergarten und Grundschule Grebenstein. Dieser Verein, der sich aus verantwortungsbewussten und engagierten Eltern, Erziehern, Lehrern, Institutionen sowie Einzelhändlern zusammensetzt, hat sich zur Aufgabe gemacht die Wünsche und Bedürfnisse der Kinder in den örtlichen Kindergärten und Grundschulen zu fördern und zu stärken. Sie erhielten den mit 500 Euro dotierten Jugend- und Pädagogikpreis für ihr Gartenprojekt, das für den Verein größte und aufwendigste Projekt. Auf 1.000 Quadratmetern, gleich neben Grundschule und Kita schufen sie mit vereinten Kräften einen Kleingarten. Dort ist nun ein Ort entstanden, an dem die Kinder Natur erleben und beobachten können. Von der Aussaat bis zur Ernte können die Kinder miterleben, wie gesundes Gemüse wächst und erfahren dabei bewusstes und umsichtiges Umgehen mit der Natur.
"Ich finde es ausgesprochen wichtig, dass wir Kindern ermöglichen die heimische Natur zu erleben, zu untersuchen und zu beobachten“, lobte Siebert das ausgezeichnete Projekt und die dahinterstehenden Ehrenamtlichen. "Nur wer die Natur begreift, wird sie später auch schützen", so Siebert weiter.
Es gibt viele Wege, sich in der Region für den Naturschutz einzusetzen. Dies zeigten die Beispiele der Preisträger, machte Siebert deutlich und ebenso sei der Erhalt der Artenvielfalt, die Pflege der Lebensräume und die natürlichen Ressourcen ohne ehrenamtliches Engagement kaum zu leisten. Er hofft, dass der alljährlich ausgelobte Naturschutzpreis des Landkreises mehr Menschen ermutigt sich für ihre Umwelt einzusetzen.
Zusätzlich erhielten die Preisträger jeweils einen Baum des Jahres 2018 oder 2019, ein Maronenbaum oder Flatter-Ulme zur Wahl, von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald.

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