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Urkunde ├╝bergeben

Reinhardswald nun offiziell Naturpark

Von Michael Rubisch

Sababurg – Es ist geschafft. Der Reinhardswald ist nun offiziell einer von zwölf hessischen Naturparks. Am Donnerstag übergab die hessische Umweltministerin Priska Hinz im Tierpark Sababurg die Verleihungsurkunde an Susanne Selbert, die Vorsitzende des Vereins „Naturpark Reinhardswald“.

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Ministerin Priska Hinz und die Vorsitzende des Verein Naturpark Reinhardswald Susanne Selbert bei der Übergabe der Verleihungsurkunde zum Naturpark.

© Foto: Rubisch

„Wir haben eigens das Gesetz geändert, um in Hessen neue Naturparke ausweisen zu können. Ich bin froh, dass der Reinhardswald als neuer Naturpark davon profitieren kann“, sagte Ministerin Priska Hinz. Die Bedeutung der Parke als Orte der Begegnung mit Landschaft und Natur ist unbestritten. Lange Jahre machten sich vor allem viele Bürgermeister der Region stark den Reinhardswald als Naturpark auszuweisen.
„Wir freuen uns sehr, dass es nach dem langen Vorlauf und der intensiven Vorbereitung jetzt gelungen ist, die Anerkennung als Naturpark zu erhalten“, betonte Vizelandrätin Susanne Selbert. „Für die Region zwischen Solling und Diemel ist das heute ein guter Tag und ich bin sicher, dass der neue Naturpark ein Erfolg wird“, so Selbert weiter. Für die weitreichende Bedeutung spricht auch die Anwesenheit vieler Bürgermeister der Region. Die Stadtoberhäupter aus Hofgeismar, Trendelburg, Immenhausen, Grebenstein, Fuldatal, Oberweser sind Mitglieder im Verein Naturpark Reinharswald und waren auf der Veranstaltung präsent. Weitere Gründungsmitglieder sind der Landkreis Kassel sowie Hessen Forst. Die besten Wünsche und großen Dank richtete die Ministererin auch an die Naturparkgeschäftsführung. Diese unterliegt bis Ende des Jahres kommissarisch dem Leiter des Servicezentrum Regionalentwicklung des Landkreises Kassel Peter Nissen. Ab dem 1. Januar 2018 übernimmt Dr. Erik Aschenbrand die Geschäftsführung. Der Beharrlichkeit von Peter Nissen sei es auch zu verdanken, dass das Projekt Naturpark nun endlich vollzogen werden konnte. Er hielt ständige Korrespondenz mit Entscheidungsträgern in Wiesbaden.
47 Prozent der gesamten hessischen Landesfläche sind nun Naturparkfläche, eine Spitzenposition im Ländervergleich. „Durch die Förderung eines nachhaltigen Tourismus sowie einer konzentrierten Vermarktung regionaler Produkte tragen die Naturparke in Hessen – insbesondere in strukturschwachen Regionen - auch zu einer positiven wirtschaftlichen Entwicklung der Region bei. Somit sind die vom Land Hessen zur Verfügung gestellten Fördermittel gut angelegt, schaffen sie doch die Basis einer vielfachen Wertschöpfung in der Region“, so Hinz.
44.851 Hektar groß ist der neue Naturpark. Besonderheiten des Gebiets sind der 1907 gegründete Urwald Sababurg mit bis zu 800 Jahre alten Eichen, gleichzeitig eines der ältesten Naturschutzgebiete Deutschlands. Der Tierpark Sababurg lockt jährlich über 300.000 Besucher an und zählt zu den ältesten und größten Wildparks Europas. Über dem Reinhardswald thront die Sababurg, die dank der Brüder Grimm und ihren Märchen als „Dornröschenschloss“ bekannt ist.

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