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Sieburg feiert im Kursaal

Saal voll! Programm toll!

Von Barbara Siebrecht
Bad Karlshafen - Das war eine Überraschung! Das neue Prinzenpaar des Karnevalsclubs Sieburg Ahoi besteht aus einer Sieburger Prinzessin und einem Monzer Prinzen. Hier klappt die Zusammenarbeit zwischen ihren Majestäten Prinzessin Christiane (Spekowsky) und Prinz Dirk (Lehnert) hervorragend.

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Prinzessin Christiane (Spekowsky) und Prinz Dirk (Lehnert) begrüßten das Beverunger Prinzenpaar Berni der schwungvolle Jecke und Prinzessin Linda die geheimnisvolle Kecke bei ihrer Karnevalssitzung im Kursaal.

© Foto: Siebrecht

Die Sieburger kennen die Prinzessin als die Wirtin im „Kaiser Wilhelm“ und den Prinzen unter den Spitznamen „Trömmelchen“ als Mitglied des Spielmannszuges Helmarshausen. Vom Publikum wurde das neue Prinzenpaar bei ihrer Antrittsrede gefeiert. Als zweite Amtshandlung begrüßten sie ihre Amtskollegen des CVWB mit Gefolge, tauschten Karnevalsorden aus und versprachen mit einer großen Abordnung zum Rosenmontagszug nach Lauenförde zu kommen. Das Showprogramm eröffneten die jungen Damen der Grün-Weißen Garde, die später auch noch einen Showtanz zeigten. Gleich darauf folgten die Kinder der „Minis“ mit ihrem Tanz als Löwen und Tigerinnen. Der Saal fordere begeistert eine Zugabe der süßen Raubkatzen im Alter zwischen fünf und acht Jahren.

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Die „Karnevalsboten“ Frank Döhne und Thorsten Helmbrecht lobten und kritisierten die Lokalpolitik.

© Foto: Siebrecht


Die Tanzgruppe der Jugendlichen war in diesem Jahr auf drei Mädchen zusammengeschmolzen, die sich mit ihren Trainerin Larissa Neumann und den Betreuerinnen Sonja Krauke und Manuela Neumann zusammentaten und einen tollen Auftritt als Panzerknacker und Detektive auf die Bühne brachten. Für Stimmung sorgten der Auftritt des Spielmannzugs Helmarshausen in ihren gelben Chinesenkostümen und die Musik von DJ-Roland. Für den Auftritt der „Spatzen“ gab es eine „Liveschaltung“ ins Krankenhaus, in dem die beiden Schwägerinnen Wilma und Herta nach einem Fahrradunfall weilten. Ergötzlich wie in jedem Jahr zogen die beiden übereinander her, ließen sich vom Pfleger (Markus Oexle) betreuen und flohen schließlich mit dem Fahrrad aus dem Krankenbett. Die „Karnevalsboten“ nahmen wieder die Lokalpolitik auf Korn. Sie lobten die fertige Schleuse und die neuen Geschäfte in der Weserstraße, mahnte weitere Sanierungen an und forderten Bürgermeister Dittrich zur Information der Öffentlichkeit über den maroden Kursaal und das Ausflugsschiff „Hessen“ auf. In mehreren Beiträgen des Abends wurde Angst vor einem Abriss des Kursaals deutlich, dessen undichtes Dach schon länger bekannt ist. Kürzlich wurden bei einer Brandschutzbegehung weitere gravierende Mängel bekannt. Nur mit Sondermaßnahmen konnte die Karnevalssitzung noch stattfinden und eine Schließung des Saales steht bevor.


Das dreistündige Programm des Abends enthielt weiter Höhepunkte wie den Tanz der „Lückenfüller“ als Zwerge mit „Cordula Grün“ und die Twister Sister, die für ihre Hafenstadt einen Kiez nach Hamburger Vorbild vorschlugen. Mit dabei waren auch die „Namenlosen“ mit einem Sketch und die Akkordeon-Gruppe des Portugiesischen Kulturvereins. Nach dem Finale mit allen Akteuren feierten die Karlshäfer Narren in ihren tollen Kostümen noch bis in die Nacht.

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„Liveschaltung“ zu Herta und Wilma Spatz im Krankenhaus.

© Foto: Siebrecht

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