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Bohrungen für Tiefbrunnen begonnen

Sichere Wasserversorgung für Hofgeismar

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Bürgermeister Torben Busse beim „Ersten Bohrgang“ für den Tiefbrunnen, den er nach einer Tradition der Bohrfirma Anger mit einem Nordhäuser Korn begießt.

© Foto: Seidenstücker

Von Inge Seidenstücker

Beberbeck - Auch bei uns ist die Klimaveränderung in den letzten Jahren immer stärker zu spüren. Eine deutlich reduzierte Schüttung der Quellen ist die Folge und zunehmend sorgen Starkregenereignisse für eine Eintrübung des Trinkwassers, wodurch die Qualität leidet.
Um einem akuten Wassermangel in der Zukunft vorzubeugen, beauftragte die Stadt Hofgeismar bereits 2018 die Firma Geonik aus Niestetal, einen geeigneten Standort für einen weiteren Tiefbrunnen zu finden.
Mit dem Ergebnis, dass nun etwa ein Kilometer südlich von Beberbeck, 400 Meter östlich der Quelle des Giesbachs mit den Bohrungen begonnen werden konnte.
Als einen historischen Moment bezeichnete Bürgermeister Torben Busse den ersten Einsatz des Bohrgerätes um die Versorgung für ein Grundbedürfnis des Menschen sicherzustellen. „Hier wird einem bewusst, dass es nicht selbstverständlich ist einfach den Wasserhahn zu öffnen“, betonte er den Luxus in unseren Breitengraden.
230 Meter mit einem Durchmesser von etwa einem halben Meter wird nun in die Tiefe gebohrt um dort das Wasser aus den tieferen Gesteinsschichten zu fördern. „Dabei werden Sperren eingebaut, damit das Oberflächenwasser nicht tangiert wird“, erklärte Geologe Martin Koppelberg von der Firma Geonik.
Die Menschen in der Region Hofgeismar sind ein sehr weiches Trinkwasser gewohnt. Auch das Wasser aus dem neuen Brunnen soll diese Qualität haben.
Bis April 2022 soll die Bohrung abgeschlossen sein und man hofft darauf, dann etwa 130 Kubikmeter Wasser in der Stunde fördern zu können. „Das ist vorher nicht genau berechenbar“, sagte Koppelberg.
Klappt alles, wird mit dem Bau der Gewinnungsanlage sowie einem Zwischenbehälter begonnen. Von dort kann das Wasser dann durch natürliches Gefälle über eine Rohrleitung den Wasserbehältern zugeführt und aufbereitet an die Haushalte verteilt werden.
Die Kosten für die ganze Maßnahme werden mit 3,7 Millionen Euro beziffert. Davon ist eine Million allein für die Bohrung, die die Firma Anger aus Hess. Lichtenau vornimmt.

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