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Baustelle beginnt

Spatenstich für die Hafenöffnung

Von Barbara Siebrecht
Bad Karlshafen – Freudige Spannung herrschte im Entree des Bad Karlshafener Rathauses vor dem offiziellen Spatenstich zur Hafenöffnung. Lange hatten die Bad Karlshafener Bürger auf den Baubeginn der zunächst sehr umstrittenen Maßnahme gewartet, die das Hafenbecken wieder für Boote nutzbar machen und das Herz der kleinen Weserstadt mit großer Geschichte beleben wird.

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Zum Spatenstich waren Bürgervertreter, Politiker, Planer, Behördenvertreter und die Vertreter der Baufirma einig: „dieses Projekt wird Bad Karlshafen voranbringen“.

© Foto: Siebrecht

In der Stadtverordnetenversammlung am 27. Juni 2017 konnten die Firma Johann Bunte mit Niederlassungssitz in Ahaus als wirtschaftlichster Bieter mit überzeugendem Bauverfahren zu einem Kostenvolumen in Höhe von 6,5 Millionen Euro beauftragt werden. Die Firma Bunte hat viel Erfahrung mit Wasserbauwerken und setzt aktuell eine Weserschleuse in Minden um. In 18 Monaten Bauzeit sollen eine Grundschleuse, die Sanierung der Bestandsschleuse, die Instandsetzung der Hafenmauer, ein Pumpwerk und eine Straßenbrücke entstehen. Die Bauarbeiten sollen bis Dezember 2018 abgeschlossen sein. „Wir haben die Maßnahme gründlich geplant und vorbereitet und können unverzüglich beginnen“, erklärte Burkhard Riddermann von der Firma Bunte dem Publikum. Der Vertreter der Ingenieursgemeinschaft, die die Planungen erstellte, berichtete von einem Projekt mit außergewöhnlich kurzer Planungs- und Genehmigungszeit von nur 10 Monaten von der Vorplanung bis zur Vergabe. Zunächst wird mit dem Abtrag der Sedimente begonnen.
Die Gesamtkosten von rund 7,6 Millionen Euro werden zu 87 Prozent über die Nationalen Projekte des Städtebaus, die Städtebauförderung und IWB—EFRE gefördert. Die Stadt trägt 13 Prozent.

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Für den Bundestagsabgeordneten Thomas Viesehon (v. l.), die Referatsleiterin Städtebau und Städtebauförderung Dr. Helga Jäger, den Projektleiter der Ingenieursgemeinschaft Björn Helfers und Bürgermeister Ullrich Otto war der Tag des Spatenstichs zur Hafenöffnung ein Festtag.

© Foto: Siebrecht

Die Festredner zum symbolischen Spatenstich stellten die enormen Chancen für beide Ortsteile und die Region heraus, die mit dem Projekt Wiederanbindung des Hafenbeckens verbunden sind. Der Bundestagsabgeordnete Thomas Viesehon meinte, Politik und Projekte werde von Personen gemacht und lobte alle, die die Hafenöffnung „ein Leuchtturmprojekt des Bundes in Nordhessen“ unterstützt haben. „In weitem Umkreis erhält keine Stadt so viele Fördermittel. Eine Strahlkraft wird von diesem Kleinod an der Weser ausgehen“, meinte Viesehon. Holger Schach von Regionalmanagement NordHessen war überzeugt: „Dieses Projekt wird ein Impuls sein, der Investitionen auslöst." Heribert J. Vortmann von der Hessen Agentur lobte auch die konstruktiven Widersacher und die Bürger der Stadt für ihren Entschluss. Die Referatsleiterin für Städtebau und Städtebauförderung im hessischen Umweltministerium Dr. Helga Jäger forderte die Bürger auf, ihr großes Erbe von Kloster und Landgraf zu nutzen und lobte, dass Bad Karlshafen die Hilfe von EU, Bund und Land annimmt. Bürgermeister Ullrich Otto dankte allen Politikern und Behördenvertretern, die das Projekt unterstützen, insbesondere Dr. Helga Jäger als Ideengeberin ohne deren „Einsatz und Begeisterung wir den schwierigen Teil der Finanzierung nicht durchgestanden hätten“. Er bezeichnete die Wiederöffnung des Hafens als wichtigste Entscheidung seit ihrer Gründung und meinte „eine Stadt, die nicht mehr weis, warum sie gegründet wurde, verliert ihre Identität. Die Stadtverordnete Marie-Luise Niemetz erinnerte an den verstorbenen Markus Stern, der sich intensiv für das Projekt eingesetzt hatte.

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