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8. Refugees-Day

Sprache ist wichtigste Voraussetzung

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Flüchtlingsexperten aus sieben europäischen Ländern waren für drei Tage zu Gast im Landkreis Kassel und trafen sich zu einem Meeting in der Hofgeismarer Albert-Schweitzer-Schule.

© Foto: Seidenst├╝cker

Von Inge Seidenstücker


Hofgeismar – Zum wiederholten Male fand im Landkreis Kassel der „Refugees Day“ statt. Hierbei haben Flüchtlinge die Gelegenheit in Betrieben für einen Tag mitzuarbeiten. Noch immer ist dieses Projekt des Landkreises Kassel in Kooperation mit der Handwerkskammer Kassel und der Industrie- und Handelskammer Kassel-Marburg, bei dem sich arbeitswillige Flüchtlinge und potenzielle Arbeitgeber beschnuppern können, einzigartig in Europa. Dies nahmen Flüchtlingsexperten aus den sieben europäischen Ländern Italien, Österreich, Spanien, Finnland, Lettland und Schweden zum Anlass, hierher zu reisen und sich das anzuschauen.
Dieses Treffen der Flüchtlingsexperten, war das vierte von insgesamt acht Veranstaltungen im Rahmen des „Europe For Citizens“-Projekt WIR (Welcome and Integration for Refugees in Europe), bei dem sich die Experten austauschen und sehen wie man in den jeweils anderen Ländern mit der Integration von Flüchtlingen umgeht. Dabei kam immer wieder deutlich hervor, dass die Sprache das A und O zur Integration ist. Auch in den Betrieben, die am Refugees Day teilnehmen, wie Hagebaumarkt Löber in Hofgeismar sowie die Firma Sera in Immenhausen, wurde dies thematisiert.

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Mohammed Ismael Mahboob aus Afghanistan (Mitte) arbeitete am Refugees Day im Baumarkt Löber. (V.l.) Olaf und Sieglinde Löber, Mohammed Ismael Mahboob, Kathrin Schacht, Vermittlerin für Arbeit und Praktika im Landkreis Kassel und Harald Kühlborn, Pressesprecher des Landkreises.

© Foto: Seidenst├╝cker

„Wir setzen uns gerne dafür ein integrationswilligen Flüchtlingen zu helfen“, sagte Olaf Löber, vom Hofgeismarer Baumarkt. Doch stoße er immer wieder auf die gleichen Probleme. An erster Stelle stehe dabei die Sprache aber auch Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit seien manchmal ein Problem, gab er an. Trotzdem ließ er auch diesmal wieder beim Refugees Day gerne einen Flüchtling aus Afghanistan in seinem Baumarkt mitarbeiten.
Derzeit befinden sich im Landkreis Kassel rund 4.500 Flüchtlinge, davon sind etwa 1.000 in Betreuung und 1.500 in der Arbeitsvermittlung. In Hofgeismar leben aktuell 468 Flüchtlinge.

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