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60 Jahre Ortsverband

THW blickt nach vorne

Von Inge Seidenstücker


Hofgeismar – Gleich zwei Gründe gab es für die Mitglieder des Technischen Hilfswerks in Hofgeismar zu feiern. So besteht der Hofgeismarer Ortsverband seit 60 Jahren und der neue Ortsbeauftragte Dieter Schröder wurde offiziell in sein Amt eingeführt.

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Gemeinsam schaffen sie das. Der neue THW-Ortsbeauftragte Dieter Schröder mit seiner Stellvertreterin Manuela Schröder (li.) und der Verwaltungsbeauftragten Ute Schartenberg.

© Foto: Seidenst├╝cker

Unter den Gästen waren auch Vertreter anderer Hilfsorganisationen, der Feuerwehr, des Notärzteteams sowie der evangelischen und katholischen Kirche und anderen Ortsverbänden bei der Feier in der Hofgeismarer Stadthalle.
Nach der Begrüßung durch die stellvertretende Ortsbeauftragte Manuela Schröder nahm Marcel Ockel vom THW Landesverband die Amtseinführung des neuen Ortsbeauftragten Schröder vor. In einem kurzen Abriss ging er auf die Geschichte des Hofgeismarer Verbandes ein.
So wurde der Ortsverband 1959 durch zehn männliche Mitglieder gegründet. Wenn es damals undenkbar war, dass einmal Frauen im THW aktiv mitarbeiten würden, ist dies heute selbstverständlich, schilderte er die Entwicklung. Auch die Jugendarbeit hob er besonders hervor. Ebenso sprach er sich dafür aus, mit den anderen Hilfsorganisationen, wie der Feuerwehr zusammenzuarbeiten. Das Zahnrad im Logo des THW zeige als Symbol das Ineinandergreifen der verschiedenen Hilfsorganisationen. Jede habe ihren Aufgabenbereich und die Ressourcen sollten zielgerichtet eingebracht werden.
„Sein Sohn brachte Dieter Schröder dazu sich im THW zu engagieren“, gab Ockel den eher ungewöhnlichen Einstieg des neuen Ortsbeauftragten bekannt. 2007 kam Schröder zum THW Hofgeismar und nahm sich zunächst der Jugendarbeit an.
„Als ich am 25. August 2007 den Aufnahmeantrag unterschrieben habe, hätte ich nie gedacht, dass ich einmal die Ortsgruppe führen werde“, sagte Schröder, der das neue Amt bereits seit 22. Februar 2019 ausführt. Der gelernte Maler wollte etwas Sinnvolles in seiner Freizeit tun, und da er gerne auf vier Rädern unterwegs sei und die Fahrerlaubnis für große Fahrzeuge habe, konnte er auch die THW-Einsatzfahrzeuge fahren. Gerne übernahm er die Jugendgruppe. „Für mich war das THW ein Glücksfall“, sagte er und dankte für das Vertrauen der THWler. Ebenso ging er auf die Zeit ein, als 2017 plötzlich kein Ortsbeauftragter mehr zur Verfügung stand. Er dankte allen, die dabei halfen, die Ortsgruppe aufrechtzuerhalten.
Als Wunsch für die Zukunft bat er darum, dass wieder mehr Kameraden an den Veranstaltungen teilnehmen. Sein Fazit: „Es lohnt sich auch in schweren Zeiten zueinander zu stehen.“ Und: „Gemeinsam werden wir es schaffen“.

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Zugführer Manuel Menger präsentiert schweres Gerät. Der Stahlbetonbohrer kommt mühelos durch die dicksten Wände und Decken. Eingesetzt wird er beispielsweise zur Versorgung eingeschlossener Personen.

© Foto: Rubisch

Am nächsten Tag konnte sich auch die Bevölkerung von der Arbeit und der Technik des THW im Kasinoweg beim Tag der offenen Tür ein Bild machen. Die Ortsgruppe präsentierte bei bestem Wetter die zahlreichen Fahrzeuge und stellte deren Einsatzmöglichkeiten unter Beweis. Schwindelfreie Besucher konnten an der Kletterwand in große Höhen emporsteigen.

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