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FFW, Rettungshundestaffel, Rettungsdienst und Waldinteressenten

Top Zusammenarbeit bei Rettungsübung

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Ein sehr realistisches Szenario bot sich den beteiligten Rettungskräften bei dieser Übung.

© Foto: Anja Leck

Meimbressen (hak) - Ein beeindruckendes und vielfältiges Übungs-Szenario mit sechs Verletzten, zwei Autos und einem Baum war das Resultat der Idee der „54er Waldinteressenten“, eine gemeinsame Übung mit Feuerwehr, Rettungsdienst und Rettungshundestaffel durchzuführen.
Für die Organisatoren Dennis Kniep (Feuerwehr Meimbressen), Sabine Fieseler (Rettungshundestaffel Calden) und Uwe Sitte (54er Waldinteressenten Meimbressen) begann die Übung mit dem realistischen Aufbau der Übungslage: Ein umstürzender Baum traf einen heranfahrenden PKW und schlug auf dessen Dach ein. Der nachfolgende PKW konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen und prallte auf das Heck des bereits verunfallten Fahrzeugs.
Auch an die Verletztendarsteller haben die Organisatoren gedacht. Um es so realistisch wie möglich aussehen zu lassen, ließen sich Bernd Neutze, Dominik Plätzer, Uwe Sitte, Ole Keller sowie seine beiden Kinder Kiki und Kobi professionell von Anke Garba (CALLAS Styling) und Martina Brauner (TIBRA) täuschend echt aussehenden Wunden schminken.
Die Besatzung des ersten Rettungswagens der Johanniter Rettungswache aus Ehrsten erkundete zunächst die vorgefundene Lage am Heller Platz. Wie bei realen Unfällen verschafften sich die Rettungskräfte zunächst einen Überblick über die Verletzten. Hierbei wird der Schweregrad der Verletzungen bei allen Beteiligten bestimmt, um somit die Rettungsreihenfolge festlegen zu können. Es wurden schließlich zwei weitere Rettungswagen des DRK Hofgeismar zur Unterstützung alarmiert. Noch während der Erkundungsphase trafen die Feuerwehren des 2. Löschzuges aus Meimbressen, Ehrsten und Fürstenwald sowie der 1. Löschzug aus Calden ein. Mit vereinten Kräften wurden alle Verletzten nach und nach aus den beiden Fahrzeugen befreit. An manchen Stellen gestaltete sich die Rettung eher problemlos, an anderen Stellen mussten die Unfallopfer mit schwerem Gerät aus dem Fahrzeug befreit werden. Noch während der Bergung der Verletzten aus dem zweiten Fahrzeug fiel auf, dass der Fahrer des Wagens fehlte. Die beiden Kinder konnten den Einsatzkräften nach dem ersten Schock berichten, dass er kurz nach dem Unfall das Auto verlassen habe, und weggelaufen sei. Bei weiteren Erkundungsmaßnahmen rund um das Auto wurde ein Schuh des Fahrers gefunden. Da man durch den Zustand des Fahrzeuges davon ausgehen musste, dass die fehlende Person ebenfalls verletzt ist und schnell gefunden werden muss, wurde die Rettungshundestaffel aus Calden sowie ein weiterer Krankentransportwagen des DRK Hofgeismar zur Einsatzstelle alarmiert. Die beiden eingesetzten Hunde nahmen mit Hilfe des gefundenen Schuhs die Fährte auf und konnten die vermisste Person schließlich im angrenzenden Waldstück finden.
Durch die erfolgreiche Zusammenarbeit von Feuerwehr, Rettungsdienst und der Rettungshundestaffel konnten alle Verletzten gerettet und versorgt werden.
Nach der Übung gingen die Organisatoren und die Übungsbeobachter noch einmal auf die Besonderheiten sowie die Schwierigkeiten der Übung ein.

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