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Katastrophen├╝bung erfolgreich durchgef├╝hrt

Zahlreiche Verletzte in Klinik Helmarshausen

Helmarshausen (brv) – Die Brandmeldeanlage der ehemaligen Kreisklinik in Helmarshausen alarmierte die Leitstelle in Kassel: „Brand mit starker Rauchentwicklung in einer Pflegeeinrichtung, eingeschlossene Personen ohne Fluchtweg, massenhaft Verletzte“ lautete die erste Information an die Feuerwehr Bad Karlshafen.

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Rettung einer verletzten Person durch das Treppenhaus.

© Foto: Feuerwehr Bad Karlshafen

Über Sirene und Funkmelder wurden die Feuerwehren Bad Karlshafen und Helmarshausen alarmiert. Dort erwartete sie ein sehr realistisches Schreckensbild: 24 verletzte Personen müssen aus dem völlig verrauchten, brennenden Gebäude evakuiert werden. Teilweise schwerste Verletzungen liegen vor, eine Person wird offensichtlich vermisst.

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Mit Nebelmaschinen wurde ein Feuer simuliert.

© Foto: Feuerwehr Bad Karlshafen


Nach kurzer Lagebesprechung wurde von der Einsatzleitung festgestellt, dass ein Rettungsweg nicht mehr sicher zu benutzen ist. Es wurde entschieden, die Drehleiter aus Beverungen für die Rettung einiger Personen (im Übungsfall eine Puppe) nachzufordern.
Um alle verletzten Personen zu behandeln, wurde die ehemalige Cafeteria, wo sich derzeit die Räumlichkeiten der ascleoncare Tagespflege befindet zum Behandlungsplatz umgestaltet. Um noch mehr Platz für die medizinische Versorgung der Verletzen zur gewährleisten wurde die Schnelleinsatz-Truppe vom DRK angefordert. Diese baute in rekordverdächtiger Zeit zentral gelegen ein beheiztes Behandlungszelt auf (Außentemperatur um den Gefrierpunkt). Zwei Notärzte und zahlreiche Sanitäter kümmerten sich um die Behandlungen im Zelt und in den Räumen der Tagespflege.
Da noch immer eine Person als vermisst galt, wurde eine Rettungshundestaffel alarmiert und auf die Suche geschickt. Durch die erfolgreiche Suche durch den Rettungshund konnte die völlig unterkühlte Person gerettet werden und im warmen Zelt erstversorgt werden.
Nach der Übung erfolgte die Nachbesprechung aller ca. 150 Einsatzkräfte bei heißen Getränken und deftiger Suppe.

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Katastrophenübung in Helmarshausen.

© Foto: Feuerwehr Bad Karlshafen


Jede Menge Kunstblut, Asche und Latex verwandelten die Jugendlichen Darsteller in real wirkende Unfall- bzw. Brandopfer. 2 leistungsstarke Nebelmaschinen sorgten für eine starke Verrauchung der Zimmer und Flure im ehemaligen Bettenhaus.
„ Uns ist es sehr wichtig, dass unsere zukünftigen Bewohner, Tagesgäste und Personal in Sicherheit leben können. Deshalb haben wir unsere Räumlichkeiten den Feuerwehren und Hilfsorganisationen zur Verfügung gestellt um im Ernstfall die bestmögliche Leistung zu bringen,“ äussert sich die stellvertretende Pflegedienstleitung Matthias Wichmann. „Ferner möchte ich auch für das Ehrenamt werben. Ohne unseren Freiwilligen Feuerwehren und Hilfsorganisationen wie DRK, THW und Johanniter wäre eine solche Katastrophe im Realfall ganz anders aus gegangen. Ein großes Dankeschön an alle Helfer, die ihren freien Samstag für diese Übung geopfert haben.Unser Team von der Tagespflege Helmarshausen wird diesen aufregenden Tag nie vergessen,“ fügt er noch dankend hinzu.

 

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