Vorbereitungen für den Neustart

Am Sonntag, dem 20. November, wäre es eigentlich soweit gewesen, dass die „Alte Meierei“ in Grebenstein ihre Museumsausstellung wieder öffnet. Der Vorstand des Förderkreises des Ackerbürgermuseums Grebenstein e.V. hat aber beschlossen, dass das Museum bis auf weiteres geschlossen bleibt. Die Zeit bis zur Saison 2023/2024 soll für Renovierungsarbeiten und Neukonzeption der Ausstellung genutzt werden. Nach den letzten Führungen im September treffen sich die ehrenamtliche Mitglieder bereits seit Anfang Oktober wöchentlich zum Renovieren und Neugestalten in der „Alten Meierei“. Geplant sind zwei Sonderausstellungen zum Thema 700-Jahrfeier der Stadt Grebenstein und zum 75. Grebensteiner Vieh- und Jahrmarkt. Wer diesbezüglich Material wie alte Bilder, Plakate, Eintrittskarten, Flyer oder ähnliches hat, kann dieses für die Ausstellungen zur Verfügung stellen. Der Verein bedankt sich schon jetzt für die Leihgaben. Weiter aktiv bleibt aber die Geschichtsgruppe des Vereins. Die Gruppe mit Gruppensprecher Karl Werner Botte trifft sich jeden ersten Dienstag im Monat um 18.30 Uhr in der „Alten Meierei“ (Schachtener Straße 4) und tauscht sich zu verschiedenen Themen der Grebensteiner Stadtgeschichte aus. Hierzu sind alle, auch Nichtvereinsmitglieder, herzlich eingeladen. Es wird versucht, die Treffen auf ca. zwei Stunden zu begrenzen. Um Voranmeldung unter kontakt@ackerbuergermuseum-grebenstein.de wird gebeten.
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„Onkel Fisch” sind im Janaur zu Gast in der Stadtbücherei  (Foto: privat)

„Onkel Fisch” zu Gast in der Stadtbücherei

Am Freitag, dem 20. Januar 2023 präsentieren Adrian Engels und Markus Riedinger um 20 Uhr ihren satirischen Jahresrückblick mit dem wichtigsten und witzigsten aus 2022. Die Aktion-Kabarettisten treten mit ihrem Programm „ONKeL fISCH blickt zurück“ auf. Im Radio blicken „ONKeL fISCH” für WDR 2 und SWR 3 alle sieben Tage in ihren hochgelobten Sendungen auf die Woche zurück. Von der Kurzstrecke fürs Radio geht’s am Ende des Jahres zum siebten Mal auf lange Tour durch die Theater der Republik. Am Anfang lag es in der Luft: 2022 wird das Jahr, in dem wir die fiese Krisenstimmung hinter uns lassen. Und dann kam der halbnackte Oben-Ohne-Reiter aus Moskau und galoppierte nicht nur in die Ukraine, sondern auch durch die europäische Friedensordnung. Waffen werden geliefert, Sanktionen sanktioniert, Erdgas gespeichert und Sonnenblumenöl gehamstert. Die Inflation bläst die Preise auf und der Entlastungspaketbote klingelt täglich an der Tür. Aber auch ohne „Kremlmonster“ Putin hätten wir schon genug Aufreger gehabt: Beispielsweise kriegt Corona einen kleinen Bruder namens „Affenpocken“, ein Begriff ebenso neu wie die Duden-Neuzugänge Tankrabatt, 9 Euro-Ticket und Gas-Umlage. Und die Politik? Der schmunzelnde Kanzlerschlumpf glänzt mit Filmriss bei der Cum-auf Ex-Aufarbeitung, die Ampel in Berlin steht ständig im eigenen Gegenverkehr und der privat fliegende Mittelständler Friedrich Merz hält die CDU im Tiefflug. „Football came home“ bei der Frauenfußball EM und „Football is moralisch am Ende“ in Katar. Alles egal, der Biergarten steht im ausgetrockneten Rheinbett und singt „Layla“.Und wie genau das alles mit der Mehrwertsteuer-Neuberechnung ausgeglichen wird, das besprechen, bespielen, ertanzen und besingen ONKeL fISCH in einem rasanten Jahresrückblick, wie es ihn so kein zweites Mal gibt.
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Landrat Andreas Siebert und Anne Riedel, Leiterin des Redaktionsteams, stellten das Jahrbuch 2023 vor.  (Foto: Landkreis Kassel)

Geschichte und Geschichten aus der Region

Der Krieg in der Ukraine dominiert nach wie vor die täglichen Nachrichten, und er spielt auch im neuen Jahrbuch des Kreises eine Rolle. „Denn die Tatsache, dass nur rund 1.500 Kilometer entfernt tagtäglich Menschen vertrieben, verletzt oder getötet werden, belastet alle und stellt auch uns im Kreis vor große Herausforderungen”, sagt Landrat Andreas Siebert. Welche konkreten Folgen der Krieg im Landkreis hat, wird an einigen Beispielen im neuen Jahrbuch geschildert. Das Schwerpunkt-Thema der aktuellen Ausgabe ist dagegen erfreulich: Es geht um Kunst und Kultur im Landkreis, um kulturelles Erbe, um die große Bedeutung kultureller Veranstaltungen in der „Provinz” oder auch um besonders reizvolle Veranstaltungsorte. Die Hoffnung, dass die Corona-Pandemie im neuen Jahrbuch keine Rolle mehr spielen würde, hat sich nicht erfüllt. Deshalb wird eine Zwischenbilanz in Sachen Impfzentrum gezogen: „Hier haben wir eine hessenweit einzigartige Infrastruktur aufgebaut”, so Siebert, der auf höchst beeindruckende Zahlen verweist: Bis Ende Oktober 2022 wurden am alten Flughafen in Calden rund 250.000 Menschen geimpft. Es versteht sich von selbst, dass das Jahrbuch wieder etliche regionalgeschichtlichen Beiträge enthält, etwa über die Zinnsoldaten, die von Wilhelmsthal nach Calden „marschiert” sind, über einen Kessel, in dem nicht nur Wäsche gewaschen, sondern auch Wurst gekocht wurde und über Badeschiffe auf der Fulda, von denen aus nur Männer ins Wasser springen durften – und das zum Ärger vieler Passanten, bisweilen „in total nacktem Zustand” taten. Bewegend ist dagegen die Geschichte des Dorfschulmeisters Löwenstein aus Meimbressen, dessen Leben 1944 im Ghetto Theresienstadt endete. Beklemmend auch ein Text über die Ausschreitungen im November 1938 in diesem Ort. Der Autor dieses Beitrages nennt auch die maßgeblichen Anführer des damaligen Pogroms.
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