Am Zielort Friedrichsthal informierte der Geschichtsverein Westuffeln über die Gründung des Ortes im Jahr 1777. <br><br>  (Foto: B. Berndt)

Winterwanderung nach Friedrichsthal

Das Wetter spielte mit, es blieb trocken und so folgten zur Freude der Organisatoren 80 Wander- und Geschichtsfreunde der Einladung des Geschichtsvereins Westuffeln zur Wanderung zum Nachbarort Friedrichsthal. Der Weg führte über den Wattberg zur Rehbreite und der Rixer Ecke im Langenberg. Unterwegs gab es am Hochbehälter auf dem Wattberg Informationen zur Wasserversorgung in Westuffeln. Im Wald informierte Revierleiter Florian Horst über die Bewirtschaftung des Waldes und die Jagdpächter Hartmut Krug und Peter Koch über den Wildbestand. Über das Triesch und die Lanfter erreichte die Gruppe das Ziel Friedrichsthal. Hier ging es um die Gründung des Ortes vor fast 250 Jahren, Ziel war die wirtschaftliche Stärkung der verarmten Landbevölkerung nach dem siebenjährigen Krieg. Namensgeber war der damalige Landgraf Friedrich II. von Hessen-Cassel. Errichtet wurde der neue Ort unweit der Wüstung Rixen, einer im 15. Jahrhundert aufgegebenen Ortschaft, die näher an Grebenstein lag als das heutige Friedrichsthal. Berichtet wurde über die schwierigen Anfangsjahre der Siedler. Insgesamt wurden zehn Portionsgüter vergeben, drei an einheimische Siedler und sieben an ausländische - diese kamen aus Holzheim in der Wetterau, das durch die Kleinstaaterei in Deutschland damals Ausland war. Kurios: Die Siedler kamen mit Familienangehörigen und ihrem Hab und Gut unaufgefordert viel zu früh. Da die Häuser des neuen Friedrichsthals noch nicht fertig waren, mussten sie vorübergehend in Schachten untergebracht werden. Nach den historischen Infos zu Rixen und Friedrichsthal trat die Wandergruppe den Rückweg an, der über den Panoramaweg am Grebensteiner Stadtwald, der Rixer Ecke und der Rehbreite diesmal zur Struth in Westuffeln führte. Dort gab es am Grillplatz der Vereinsgemeinschaft eine von Anna Finis, Luise Lauer und Hilleburg Brede gekochte Suppe sowie Schmalzenbrote mit Gurke. Das Angebot zum Abschluss wurde von den Wanderern gern angenommen.
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„Onkel Fisch” sind im Janaur zu Gast in der Stadtbücherei  (Foto: Rainer Holz)

„Onkel Fisch” zu Gast in der Stadtbücherei

Am Freitag, dem 20. Januar, präsentieren Adrian Engels und Markus Riedinger um 20 Uhr ihren satirischen Jahresrückblick mit dem wichtigsten und witzigsten aus 2022. Die Aktion-Kabarettisten treten mit ihrem Programm „ONKeL fISCH blickt zurück“ auf. Im Radio blicken „ONKeL fISCH” für WDR 2 und SWR 3 alle sieben Tage in ihren hochgelobten Sendungen auf die Woche zurück. Von der Kurzstrecke fürs Radio geht’s am Ende des Jahres zum siebten Mal auf lange Tour durch die Theater der Republik. Am Anfang lag es in der Luft: 2022 wird das Jahr, in dem wir die fiese Krisenstimmung hinter uns lassen. Und dann kam der halbnackte Oben-Ohne-Reiter aus Moskau und galoppierte nicht nur in die Ukraine, sondern auch durch die europäische Friedensordnung. Waffen werden geliefert, Sanktionen sanktioniert, Erdgas gespeichert und Sonnenblumenöl gehamstert. Die Inflation bläst die Preise auf und der Entlastungspaketbote klingelt täglich an der Tür. Aber auch ohne „Kremlmonster“ Putin hätten wir schon genug Aufreger gehabt: Beispielsweise kriegt Corona einen kleinen Bruder namens „Affenpocken“, ein Begriff ebenso neu wie die Duden-Neuzugänge Tankrabatt, 9-Euro-Ticket und Gas-Umlage. Und die Politik? Der schmunzelnde Kanzlerschlumpf glänzt mit Filmriss bei der Cum-auf Ex-Aufarbeitung, die Ampel in Berlin steht ständig im eigenen Gegenverkehr und der privat fliegende Mittelständler Friedrich Merz hält die CDU im Tiefflug. „Football came home“ bei der Frauenfußball EM und „Football is moralisch am Ende“ in Katar. Alles egal, der Biergarten steht im ausgetrockneten Rheinbett und singt „Layla“.Und wie genau das alles mit der Mehrwertsteuer-Neuberechnung ausgeglichen wird, das besprechen, bespielen, ertanzen und besingen „ONKeL fISCH” in einem rasanten Jahresrückblick, wie es ihn so kein zweites Mal gibt.
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