Veröffentlicht am 29.12.2022 12:21, aktualisiert am 29.12.2022 12:23

Sieben Schulen profitieren vom „Digitalpakt Schule“: Landkreis investiert rund 1,8 Millionen Euro

Smartphones, Tablets und Co. gehören schon lange zum Alltag. Die Digitalisierung hat in fast allen Lebensbereichen Einzug gehalten – auch in den Schulen des Landkreises Kassel. Um den Schülerinnen und Schülern eine den Entwicklungen angepasste Umgebung zu bieten, investiert der Landkreis Kassel weiter in die Digitalisierung an seinen Schulstandorten.

Bislang haben 21 Schulen aus Mitteln des „DigitalPakts Schule” profitiert. An sieben weiteren Schulen können jetzt die notwendigen Elektroarbeiten für die Verbesserung der schulinternen Netzinfrastruktur beginnen. „Der Kreisausschuss hat die Aufträge für die sieben Schulen freigegeben. Das Gesamtvolumen der Aufträge beläuft sich auf rund 1,8 Millionen Euro, die Aufträge gingen an Unternehmen aus Kassel, Schauenburg und Warburg. „, teilt Landrat Andreas Siebert mit.

Mit den Arbeiten wird in 470 Räumen eine einheitliche und technisch aufeinander abgestimmte digitale Lehr- und Lerninfrastruktur entstehen. Dafür ist eine Modernisierung der vorhandenen Starkstrom- und Fernmeldeanlagen sowie der Informationstechnik erforderlich. Insgesamt werden 21.370 Meter Leitungen und 41.580 Meter Datenkabel verlegt sowie 105 Anschlussdosen für HDMI, USB und Video und eine Vielzahl neuer Zugänge zum Schulnetzwerk eingebaut.

„Wir werden auch weiterhin die digitale Infrastruktur an allen Schulen im Landkreis Kassel ausbauen, um für die Schüler ein den heutigen Anforderungen entsprechendes Lernumfeld im Schulalltag ermöglichen zu können „, so Siebert abschließend.

Diese sieben Schulen profitieren vom Digitalpakt Schule:

Altkreis Kassel

  • Erich-Kästner-Schule Baunatal
  • Grundschule am Stadtpark Baunatal
  • Theodor-Heuss-Schule Baunatal
  • Grundschule Elgershausen
  • Schäferlandschule Helsa

Kreisteil Hofgeismar

  • Gustav-Heinemann-Schule Hofgeismar
  • Grundschule Diemelaue Trendelburg

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Wolfhager Land

  • Elbetalschule Naumburg

Hintergrund
Der Digitalpakt Schule ist ein Förderinstrument bestehend aus kombinierten Mitteln von Bund (43 Prozent) und Land (7 Prozent), die ausschließlich den Schulträgern (Landkreisen und kreisfreien Städten) zur Verfügung gestellt werden. Der Landkreis Kassel trägt 50 Prozent als Eigenanteil.
Die für die Umsetzung des Digitalpakts benötigten Mittel – für den Landkreis Kassel bis zu 23 Mio. Euro – müssen zweckgebunden eingesetzt werden. Mindestens 80 Prozent der Mittel müssen in die Errichtung/Ausbau der schulinternen Breitband-Infrastruktur fließen. Die überwiegende Anzahl der schulinternen Netzwerke ist bislang nicht in der Lage, die am Hausanschluss anliegenden Bandbreiten bis in die Räume zu transportieren. Ein Austausch – auch der bisherigen Kabel – und ein Ausbau der Vernetzung sind daher in großem Umfang in den Schulen nötig. Die Schulen müssen für den Digitalpakt ein pädagogisch-technisches Einsatzkonzept entwickeln, das Grundlage für die Beantragung der Fördermittel ist.
Der Landkreis Kassel hat zwei Mitarbeiter ausschließlich für die Bestandsaufnahme und den Soll-Abgleich in den 72 Schulstandorten im Fachbereich Immobilienmanagement eingesetzt. Die Bedarfsplanung für alle 72 Schulstandorte wurde im Frühjahr 2021 abgeschlossen. Um die Bauleistung (Verlegung von Kabeln, usw.) ausschreiben zu können, mussten in einem nächsten Schritt zunächst Ingenieur-Büros die genauen Leistungen bestimmen und definieren. Diese Ingenieurleistung wurde für das erste Paket von Schulen zum großen Teil abgeschlossen.

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