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VdK KV Hofgeismar zum Equal Pay Day

„Lohngleichheit jetzt!“

Hofgeismar (hak) - „‚Immer noch verdienen Frauen deutlicher weniger als ihre männlichen Kollegen. 2017 betrug die Lohnlücke zwischen Männern und Frauen 21 Prozent“, sagt die Vertreterin der Frauen im VdK-Kreisverband Hofgeismar, Ulrike Herbold. Deshalb haben sich die VdK-Frauen im tegut Hofgeismar mit einer eigenen Protestveranstaltung am Equal Pay Day, dem internationalen Aktionstag für mehr Lohngerechtigkeit, beteiligt. Unter dem Motto „Equal Pay Day 2019 – wir sind dabei!“ forderten sie gleiche Maßstäbe für beide Geschlechter bei der Bewertung und Entlohnung ihrer Arbeit.

Mit roten Turnbeuteln und Luftballons gewannen die VdK-Frauen in Hofgeismar die Aufmerksamkeit vieler Passantinnen und Passanten und klärten diese in zahlreichen Gesprächen über die geschlechtsbedingte Lohndiskriminierung und deren Folgen auf. Auch verteilten sie Flyer und Postkarten mit weiterführenden Informationen zum Thema.

„Aufgrund der geringeren Bezahlung liegt der Lebensstandard von Frauen schon während des Erwerbslebens meist unter dem der Männer. Und die Lohnlücke von heute ist die Rentenlücke von morgen“, sagt die Standbesetzung im tegut-Markt. „Schätzungen zufolge wird von 2030 an jede vierte Frau in Deutschland von Altersarmut betroffen sein. Das gilt mit besonderer Härte für Alleinerziehende und Frauen, die einen Angehörigen pflegen, weil ihnen wegen dieser Aufgaben oft über mehrere Jahre hinweg nur eine Beschäftigung in Teilzeit möglich ist.“ Um die Situation von Frauen zu verbessern, fordert der VdK daher unter anderem gesetzliche Regelungen zur Beseitigung von Lohnungerechtigkeit, tarifgebundene Arbeitsverträge, die Anhebung des Mindestlohns auf zwölf Euro und das Recht auf Rückkehr aus einer Teilzeit- in eine Vollzeitbeschäftigung auch in kleineren und mittleren Unternehmen mit weniger als 45 Beschäftigten.

1966 wurde zum ersten Mal ein Equal Pay Day veranstaltet. Er findet immer an dem Tag im Jahr statt, bis zu dem Frauen aufgrund ihrer geringeren Entlohnung rechnerisch gesehen unentgeltlich gearbeitet haben. Denn wandelt man die Differenz zwischen ihrem Gehalt und dem ihrer männlichen Kollegen in Tage um, arbeiten Frauen aktuell 77 Tage umsonst, also vom Jahresbeginn bis zum 18. März.

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