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Ausstellung Olle Dinge eröffnet

Von Michael Rubisch

Wülmersen – Die letzte Wechselausstellung wurde am Wochenende im Wasserschloss Wülmersen feierlich eröffnet. Sie trägt den Namen „Lieblingsstücke – Olle Dinge“ und zeigt eine Vielzahl an Exponaten aus dem vergangenen ländlichen Arbeits- und Alltagsleben.

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v.l. Justizministerin Eva Kühne Hörmann und Dorothea Fellinger.

© Foto: Rubisch

Für einigen Menschen sind es schlichtweg alte Gegenstände ohne irgendeine Bedeutung. Für andere hingegen erzählen die Exponate der Ausstellung faszinierende Geschichten aus vergangenen Zeiten. „So etwas hatten wir auch zu Hause, da erinnere ich mich noch gut dran“, berichten mehrere Besucher bei einem Blick auf alte Milchkannen. Die Ausstellung lädt Besucherinnen und Besucher ein auf ihre ganz persönliche Entdeckungsreise zu gehen. Ganz bestimmt wird auch das persönlich e Lieblingsstück dabei sein. Neben alten Artikeln des täglichen Bedarfs zeigt die Ausstellung viele vergangene Hilfsmittel aus einer Zeit in der landwirtschaftliche Arbeit und deren maschinelle Unterstützung noch nicht oder kaum gegeben waren. So finden sich beispielsweise alte Rübenrechen oder Kornsiebe ebenso unter den Exponaten wie Flaschenzüge oder Hilfsfahrzeuge wie ein hölzerner Schlitten oder Karren. Auch eine Häckselmachine ist zu betrachten.

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Hilfsmittel: Flaschenzüge aus vergangenen Zeiten zu sehen in der Ausstellung "Olle Dinge" im LandMuseum.

© Foto: Rubisch


Das Wasserschloss blickt mittlerweile auf eine über 20jährige Ausstellungshistorie zurück. Die Sammlung des Museum umfasst mittlerweile etwa 2.500 Exponate, die einen detaillierten Blick auf den Wandel in der Alltags- und Arbeitsgeschichte erlauben. Neben großen Maschinen, mit und ohne Motor, zählen auch kleine handliche Geräte, sowie Möbel und Textilien zur Sammlung. Die Ausstellung ist zu den Öffnungszeiten des Museums noch bis zum 31.Oktober 2019 zu sehen.
Dorothea Fellinger erhält hessischen Verdienstorden
Mit der Eröffnung der Ausstellung erhielt Dorothea Fellinger, Museumsleiterin des LandMuseum, den hessischen Verdienstorden am Bande, für ihre Jahrzehnte währenden vielfältigen ehrenamtlichen Tätigkeiten und Verdienste. So war es die Idee von Dorothea Fellinger die zuvor 27 Jahre leer stehende Ruine des Wasserschlosses zu restaurieren und der heutigen Nutzung als Museum zukommen zu lassen. Die in Essen geborene Dorothea Fellinger kam über Umwege nach Kassel, absolvierte nach dem Abitur eine Lehre als Damenschneiderin und studierte Produktdesign. Seit 1998 ist Dorothea Fellinger für den Aufbau des Agrarmuseum in Wülmersen verantwortlich. Ihr ehrenamtliches Engagement geht weit über die Grenzen ihrer, seit 2006, hauptamtlichen Tätigkeit als Leiterin des Museums hinaus.
„Die Attraktivität eines Ortes ist unmittelbar mit dem Engagement der dort lebenden Bürger verbunden“, verriet Justizministerin Eva Kühne Hörmann, die die Verleihung vornahm. Was dies betrifft sei Dorothea Fellinger Vorbild. Sie schaffe es immer wieder Mitstreiter für ihre Ideen zu begeistern, auch in ihrem Wohnort Niederlistingen, wo sie beispielsweise eine Laientheathergruppe ins Leben rief oder an der 1100-Jahrfeier des Ortes maßgeblich partizipierte.

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