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Probeflutung des Hafenbeckens

Das Wasser ist zurück!

Von Barbara Siebrecht
Bad Karlshafen – Auf diesen Augenblick hatten die Bad Karlshafener und Helmarshäuser Bürger sehnsüchtig gewartet. Bürgermeister Marcus Dittrich drückte am Mühlgraben den Knopf zur Hebung der Schieber und das Diemelwasser floss wieder in den Kanal auf das Hafenbecken zu. Das Herz Bad Karlshafen, der historische Hafen füllte sich wieder mit Wasser.

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Bürgermeister Marcus Dittrich öffnete mit dem blauen Knopf die Schieber.

© Foto: Siebrecht

Fast vier Jahre war das Hafenbecken ohne Wasser. Die Bauarbeiten begannen mit der Sanierung der Hafenmauer durch den Eigentümer, das Land Hessen. In den 1930 er Jahren war die Schleuse zur Weser geschossen und die Drehbrücke der B 80 über die Weserstraße rückgebaut worden. Bad Karlshafen wurde zu einer Stadt ohne einen Hafen, nach dem sie einstmals benannt wurde. Seit Juli 2017 liefen die Bauarbeiten zur Wiederanbindung des Hafens für den Schiffsverkehr an die Weser.

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An der Mauerkrone und an den Steganlagen wurde bei der Flutung noch gearbeitet.

© Foto: Siebrecht


Einheimische und Gäste mussten in der Bauzeit erhebliche Einschränkungen durch Lärm und Straßensperrungen beim Bau der neuen Brücke ertragen. Nun ist das Ende der Bauzeit in Sicht. Es sind zwar noch Restarbeiten zu erledigen, aber der Hafen ist wieder mit Wasser gefüllt. Der Probebetrieb der Schleuse wird durchgeführt. Bis zum 31. Dezember 2018 muss das Projekt abgeschlossen sein. Von den gesamten Baukosten von 6,5 Millionen Euro trägt die Bundesrepublik Deutschland aus dem Förderprogramm „Nationale Projekte des Städtebaus“ 5,5 Millionen Euro. Das Projekt der Wiederanbindung an die Weser ist umstritten. Kritiker befürchten, dass sich die verschuldete Stadt mit dem Projekt finanziell übernommen hat. Die Befürworter erhoffen sich durch den wieder nutzbaren Hafen eine wirtschaftliche Belebung der nördlichsten Kleinstadt Hessens. Wassertouristen, Tages und Feriengäste und die Bürger der Stadt sollen das deutschlandweit einmalige Ambiente eines historischen Hafens im Zentrum der Barockstadt genießen können. Boote mit bis zu 12 Metern Länge und 80 cm Tiefgang können in den Hafen geschleust werden und an den Steganlagen festmachen. Die Gestaltung des Hafenumfelde ist für 2019 geplant.

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Das Schleusenbauwerk ist fertiggestellt.

© Foto: Siebrecht


Zur Flutung des Hafenbeckens waren neben den Vertretern von Radio, Print und Fernsehen viele Bürger der Stadt und die Kinder der Sieburg-Schule anwesend und beobachteten das Wasser auf seinem Weg durch den Kanal in den Hafen. Die Jugendfeuerwehr beteiligte sich an Füllung des Hafen auf Feuerwehrart.

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