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SPD-Landtagsabgeordnete Brigitte Hofmeyer

Dauerhafte Sicherung für Finanzamt

Hofgeismar (haj) - „Versuche der Landesregierung, den ländlichen Raum durch Stellenverlagerung aus den Ballungszentren zu stärken, sind grundsätzlich zu begrüßen. Aber den Vogelsberg zu stärken, indem man aus Hofgeismar Stellen abzieht, kommt eher einem Schildbürgerstreich nah“, so die hiesige SPD-Landtagsabgeordnete Brigitte Hofmeyer zu den Dezentralisierungsplänen der Landesregierung.

Mit Abzug der Grunderwerbssteuer-Bearbeitung würde das Finanzamt Hofgeismar ca. 6 Stellen verlieren. Selbst wenn kein Mitarbeiter gezwungen wäre, seinen Arbeitsplatz zu wechseln, sei mit dem Wegfall dieses Arbeitsgebietes ein dauerhafter Verlust für den Standort im nördlichen Landkreis Kassel verbunden.
„Es ist schwer nachvollziehbar, wie man die Stärkung des ländlichen Raums mit der Verlagerung von Verwaltungsstellen von einer ländlichen Region in eine andere erreichen will,“ begründet die hiesige SPD-Landtagsabgeordnete Brigitte Hofmeyer ihre aktuelle Anfrage an die Landesregierung. Sie will wissen, welche Arbeitsbereiche verlagert werden sollen und wie die Kompensation aussieht.

„Das Finanzamt Hofgeismar ist eine wichtige Anlaufstelle für die Bürgerinnen und Bürger im ländlichen Raum, mit seinem Einzugsbereich bis an die Weser sichert das Amt Bürgernähe“, stellt Hofmeyer fest.
Jeder Abzug einer weiteren Abteilung schwäche den Standort, der bereits 2003 seine Selbstständigkeit verlor und heute als Außenstelle des Finanzamts Kassel II amtiere. Vor Aufgabe der Selbständigkeit zählte das Finanzamt Hofgeismar 60 Beschäftigte, heute sind es nur noch ca. 45.
Ein weiterer Abbau sei nicht akzeptabel, da zu befürchten sei, dass dies das Ende des Amtes einläuten würde, warnt Hofmeyer.
„Der ländliche Raum lässt sich durch Umstrukturierungen der Verwaltung dauerhaft stärken, indem Arbeitsplätze aus den Ballungszentren wie Frankfurt oder auch Kassel in ländliche Regionen verlagert werden“, ist die SPD-Politikerin überzeugt. Dies würde gleichzeitig auch zur Entspannung des Wohnungsmarktes wie der Verkehrssituation beitragen. Die jetzigen Pläne zum Abzug der Grunderwerbssteuerstelle aus dem Finanzamt Hofgeismar bewirkten das Gegenteil und schwächten den nordhessischen Standort.

„Mit meiner Anfrage möchte ich auch erfahren, wie die Landesregierung das Finanzamt Hofgeismar (FA Kassel II) dauerhaft erhalten will und welche Gründe sie für eine Verlagerung von Bereichen in den Vogelsbergkreis anführt.“ Außerdem fragt Hofmeyer, welche Maßnahmen die Landesregierung plant, um den erneuten Wegfall von Stellen auszugleichen.

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